Auch in diesem Jahr rollt die Italian Trade Agency für 65 ihrer Bio-Aussteller einen roten Teppich auf der BIOFACH aus – exakt dort, wo Qualität auf authentische Handwerkskunst trifft und der unvergleichliche italienische Geschmack zuhause ist. Das Spektrum ist gewaltig: Olivenöl, Essig, verschiedenste Nudelsorten, Reisspezialitäten, Brotsnacks, Pestos, Aufstriche – kurz gesagt, fast alles, was das mediterrane Herz begehrt. Und ja, an Getränken wie frisch geröstetem Kaffee, Limonade oder auch Wein mangelt es ebenso wenig.
Was wirklich auffällt: Hinter jedem Produkt steckt eine Geschichte, irgendwo zwischen den rauen Alpen und dem sonnenverwöhnten Sizilien, zwischen Generationenwissen und einer gewissen Innovationslust – so kommen etwa auch glutenfreie Mehle, getrocknete Kräuter und sogar Fertigmischungen neu ins Spiel. Viele Unternehmen setzen noch auf Geduld und Sorgfalt im Herstellungsprozess; Oliven werden traditionell kaltgepresst, Pasta langsam getrocknet – ein Aufwand, der schmeckbar ist. Dass Bio in Italien tief in der Alltagskultur verwurzelt ist, klingt wenig nach Marketing-Spruch: Für viele, so heißt es, sei der ökologische Anbau einfach gelebte Normalität – bestätigt vom UNESCO-Siegel für die Esskultur.
Zahlen unterstreichen Italiens Vorreiterrolle: 2024 knackte der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln 10,4 Mrd. Euro, davon entfiel mehr als ein Drittel auf den Export, insbesondere Richtung Deutschland, Frankreich und Skandinavien. Italien behauptet sich inzwischen als Europas Exportmeister und weltweit auf Platz zwei (direkt nach den USA). Schulkantinen und Restaurants greifen eifrig zu: Rund 1,3 Mrd. Euro dieser Summe fließen allein in Außer-Haus-Angebote. Die Basis bilden 87.000 Bio-Betriebe, mit rapide steigender Tendenz, oft hoch spezialisiert und familiär geführt.
Bemerkenswert: Bio ist in Italien keine Mode, sondern wächst seit Jahren mit ruhiger Kontinuität – befeuert durch regionale Initiativen, kurzen Lieferketten und eine Landwirtschaft, die sich an Umwelt und Klima anpasst. Wer auf der BIOFACH durch den ITA-Gemeinschaftsstand läuft, bekommt davon eine Kostprobe – vermutlich sogar im Wortsinn.
Weitere Informationen über die Italienische Außenhandelsagentur sowie Ansprechpartner finden Interessierte auf www.ice.it.
Die Präsenz Italiens auf der BIOFACH 2024 zeigt, wie sehr sich italienische Produzenten in den letzten Jahren als Innovationsmotor und Stabilitätsanker für den europäischen Biomarkt etabliert haben. Italien ist mit seinen 87.000 Bio-Betrieben und den 10.000 Verarbeitungsunternehmen EU-weit führend bei Exporten und Verarbeitung, wobei vor allem klassische Produkte wie Wein, Olivenöl, Getreidewaren, aber auch immer mehr moderne Bio-Convenience-Lösungen gefragt sind. Durch Maßnahmen wie die verpflichtende Verwendung von Bioprodukten in öffentlichen Einrichtungen und eine wachsende internationale Nachfrage legt der italienische Biomarkt auch 2024 weiter zu, während sich parallel immer mehr italienische Landwirte für nachhaltige Bewirtschaftungsformen entscheiden.
Online-Recherche: Laut taz.de hat die BIOFACH-Messe generell eine starke Signalwirkung für den Bio-Markt Deutschlands und Europas, da hier neue Trends gesetzt und internationale Handelsbeziehungen gestärkt werden. Die Süddeutsche berichtet in einem aktuellen Beitrag, dass sowohl steigende Nachfrage nach regionaler Herkunft als auch der Wunsch nach transparenter Kennzeichnung im Fokus der Besucher standen. Der Spiegel hebt hervor, dass Italien gezielt auf den Export setzt und mit innovativen Bio-Produkten besonders in Märkten wie Deutschland oder Frankreich punkten kann – trotz der inflationsbedingten Herausforderungen Quelle: taz.de, Quelle: Süddeutsche Zeitung, Quelle: Spiegel Online.