Die Diskussion um Medienregulierung ist erneut entfacht, nachdem Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, bei Markus Lanz Überlegungen zu verstärkter Kontrolle von Medien geäußert hat. Stephan Brandner von der AfD nennt diese Ideen einen Angriff auf die Meinungsfreiheit und warnt vor einer gefährlichen Entwicklung hin zu Zensur und Einschränkung pluralistischer Debatte. Laut Recherchen der taz, Spiegel und Zeit werden auch aus anderen Parteien und von Journalisten große Bedenken gegen jede Form von Medienverboten geäußert – sie verweisen auf den hohen Stellenwert freier Berichterstattung im demokratischen System. Bundesweit mehren sich Stimmen, die Günthers Vorschläge für überzogen und gefährlich halten – und auch darauf hinweisen, dass die Unterscheidung zwischen Desinformation und kritischer Berichterstattung schwierig bleiben wird. Im laufenden politischen Diskurs zeigt sich: Während die Bundesregierung vor Falschinformationen warnt und Social-Media-Plattformen regulieren will, stößt jeder Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit auf massive Kritik aus Zivilgesellschaft und Oppositionsparteien.