DeutschlandTREND-Anfang 2026: Ausblick der Deutschen bleibt weitgehend sorgenvoll

Fünf von sechs Menschen in Deutschland sehen die aktuelle Entwicklung ihres Landes weiterhin mit Sorge, wie eine Umfrage zu Beginn des Jahres 2026 zeigt. Die wirtschaftliche Lage wird von den meisten skeptisch beurteilt und auch bei der Kontrolle der Zuwanderung bleiben Zweifel.

08.01.26 19:00 Uhr | 9 mal gelesen

Die Stimmung in Deutschland zu Beginn von 2026 – freundlich ausgedrückt – ist eher durchwachsen. Laut einer repräsentativen Befragung von infratest dimap im Auftrag der ARD machen sich 84 Prozent der wahlberechtigten Deutschen Sorgen um die Verhältnisse hierzulande. Nur eine kleine Minderheit von 13 Prozent empfindet so etwas wie Zuversicht in Bezug auf die aktuelle Lage – das klingt fast wie das schüchterne Licht am Ende eines sehr langen Tunnels. Interessant: Die Wahrnehmungen unterscheiden sich kaum gegenüber dem vergangenen Jahr. Wirtschaftlich betrachtet bleibt der Aufwärtstrend überschaubar, aber immerhin: Jeder fünfte Befragte stuft die ökonomische Verfassung Deutschlands als gut oder sehr gut ein. Das sind zwar mehr als im Februar letzten Jahres, aber immer noch nicht die Mehrheit – im Gegenteil, vier von fünf halten die Wirtschaft für weniger gut oder sogar schlecht. Beim Thema Zuwanderung scheint der Blick zumindest etwas weniger trüb zu werden. 32 Prozent geben mittlerweile an, dass der Staat bei der Kontrolle der Zuwanderung 'gut' oder sogar 'sehr gut' agiert. 2025 lag dieser Wert noch deutlich tiefer. Dennoch herrscht auch in diesem Bereich Skepsis vor: 61 Prozent sind der Meinung, das Management der Zuwanderung gelingt nicht. Man könnte jetzt meinen, diese Ergebnisse zeugen von einer allgemeinen Übersättigung mit schlechten Nachrichten oder von einer tief sitzenden Unsicherheit, die sich schwer vertreiben lässt. Oder ist es einfach der berühmte deutsche Pessimismus, der wieder einmal sein Haupt erhebt? Hundertprozentig sicher bin ich da ehrlich gesagt nicht.

Eine aktuelle ARD-Umfrage, durchgeführt von infratest dimap, zeigt, dass im beginnenden Jahr 2026 weiterhin eine immense Mehrheit der Deutschen mit Sorge auf die Lage im Land blickt. Die leichte Verbesserung in der Einschätzung der wirtschaftlichen Situation – und eine wachsende Anerkennung der staatlichen Zuwanderungskontrolle – ändern wenig am insgesamt düsteren Stimmungsbild. Im internationalen Vergleich wirkt die Unsicherheit in Deutschland besonders ausgeprägt; andere Länder Europas berichten teils über einen vorsichtigeren Optimismus. Gleichzeitig gibt es Medienberichte, dass wirtschaftliche Prognosen für 2026 leicht besser ausfallen könnten als im Vorjahr, getrieben von einer vorsichtigen Erholung auf dem Arbeitsmarkt und in der Industrie. Auch das Thema Zuwanderung bleibt, trotz gestiegener Zufriedenheit (im Vergleich zu 2025), ein dominierendes gesellschaftliches Thema, das weiterhin polarisiert und für Verunsicherung sorgt.

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