Gesehen an einem Samstagnachmittag, der fast schon typisch wurde für das Lebensgefühl rund um den FC Bayern: Freiburg spielt klug, kämpft verbissen und steht eine gefühlte Ewigkeit kurz vor der Überraschung. Wer nach der ersten Halbzeit eine Glanzleistung erwartet hatte, wurde enttäuscht – aber irgendwie auch fasziniert. Richtige Torchancen lagen mehr am Boden als der Ball selbst. Bayern experimentiert und ringt – ohne die gesperrten Stürmer Harry Kane und Nicolas Jackson, und ja, selbst Manuel Neuer erinnerte in einigen Szenen eher an seine Jahre als Mensch auf dem Bolzplatz als an einen Bundesligastar kurz nach seinem 40. Geburtstag. Ehrlicherweise hätte Freiburg führen müssen. Philipp Treu verpasste eine Riesenmöglichkeit – Ärger und Schulterzucken inklusive. Nach der Pause – ganz unerwartet – schalten die Freiburger den Turbo ein. Ein satter Schuss von Manzambi nach schlampigem Bayern-Aufbau lässt das Stadion beben. Kurz danach nutzt Höler das Münchner Chaos zum zweiten Treffer. Comedy? Drama? Alles dabei. Doch dann passiert, was fast immer passiert, wenn der FC Bayern zurückliegt: Eine Mischung aus Trotz und Qualität entlädt sich. Erst trifft Bischof doppelt, zum Ausgleich. Als alle schon mit einem Punkt leben wollen, steht dann – typisch – Karl in der Nachspielzeit goldrichtig. Bayern dreht alles, Freiburg ist am Boden. Und ehrlich – wer hätte das noch geglaubt? Die anderen Spiele: Mainz schlägt Hoffenheim, Leipzig siegt in Bremen, Leverkusen feiert ein Torfestival gegen Wolfsburg, Hamburg gegen Augsburg endet wie erwartet (unentschieden), und Gladbach sowie Heidenheim teilen die Punkte.
Der FC Bayern hat am 28. Spieltag der Bundesliga nach langem Rückstand doch noch zu alter Last-Minute-Stärke gefunden: In Freiburg lag man bis kurz vor dem Ende mit 0:2 zurück, ehe die Münchner mit einem Doppelschlag und einem Siegtreffer in der Nachspielzeit alles drehten. Freiburg zeigte bis zur Schlussphase enormes Engagement und Effizienz, konnte den Bayern-Offensivdrang in der Schlussphase aber nicht stoppen. Kontrovers diskutiert wird nicht nur das späte Comeback, sondern auch die wackelige Abwehr der Bayern – ein Thema, das immer wieder die Schlagzeilen dominiert.
Zusätzliche aktuelle Entwicklungen: Im Parallelspiel setzte Leverkusen ihre beeindruckende Form fort und erzielte einen Kantersieg gegen Wolfsburg, womit ihre Ambitionen auf den Meistertitel weiter wachsen. Außerdem berichtet die aktuelle Presselandschaft immer wieder über die fehlende Konstanz und die Verletzungssorgen im Bayern-Kader, wobei gerade die Diskussion um den Torwart Manuel Neuer und seinen Fitnesszustand omnipräsent ist. Medial thematisiert werden zudem die Auswirkungen der Niederlage für Freiburg auf deren Europa-Ambitionen, was den Druck in den kommenden Spielen erhöht.