Seit Donnerstag steht erneut eine Waffenruhe zur Debatte – ausgerechnet gekoppelt an die orthodoxen Ostertage. Nach Angaben der russischen Führung soll zwischen dem 11. April, 16 Uhr, und dem Ende des 12. April für 32 Stunden nicht geschossen werden. Die Bundesregierung macht keinen Hehl daraus, dass sie der Ankündigung wenig Vertrauen schenkt: Zu oft schon wurde in der Vergangenheit trotz vermeintlicher Feuerpausen weiter gekämpft oder sich gegenseitig Verstöße vorgeworfen. Aus Medienberichten der letzten Stunden geht hervor, dass die ukrainische Regierung die sogenannte Waffenruhe als Teil russischer Propaganda ansieht und ihre Truppen weiterhin in Alarmbereitschaft bleiben. Auch internationale Beobachter äußern Zweifel an der Ernsthaftigkeit solcher Ankündigungen, insbesondere weil ähnliche Initiativen bereits in der Vergangenheit rasch wieder gebrochen wurden. Darüber hinaus wird die Feuerpause auf internationaler Ebene unterschiedlich bewertet: Während einige humanitäre Organisationen die Chance für eine kurzfristige Entspannung begrüßen, halten andere sie lediglich für ein taktisches Manöver.