Bundeswehr eröffnet neues Brandschutzamt: Feierliche Übergabe an Direktor Temmler

Bonn – Mit einer Zeremonie in Bergen wurde am Freitag das neu geschaffene Brandschutzamt der Bundeswehr offiziell eingeweiht und zur zentralen Organisationseinheit für den militärischen Feuerschutz ernannt.

heute 10:39 Uhr | 3 mal gelesen

Wer an die Bundeswehr denkt, denkt vermutlich in erster Linie an Soldaten und schwere Gerätschaften – weniger an Feuerwehrleute im Dienstanzug. Dennoch, am Freitag, dem 23. Januar, wandelte sich die Feuerwache in Bergen zum Schauplatz eines besonderen Moments: Das neue Brandschutzamt der Bundeswehr wurde in einer feierlichen Zeremonie in den aktiven Dienst gestellt, komplett mit Truppenfahne und allem Drum und Dran. Vertreten waren dabei mehrere Größen des Verteidigungsapparats, darunter Staatssekretär Nils Hilmer als offizieller Vertreter des Ministeriums und zahlreiche Fachleute aus Land, Organisationen sowie die unterschiedlichsten Abordnungen militärischer Feuerwehren aus ganz Deutschland. Hilmer ließ in seiner Rede keinen Zweifel daran: Brandschutz ist elementar für die Einsatzbereitschaft, auch wenn er nicht immer die Schlagzeilen dominiert. In seinen Worten: „Sicherheit sackt nicht einfach vom Himmel. Sie ruht auf soliden Pfeilern – und Brandschutz ist einer davon.“ Klartext, den man nicht überhören konnte. Der neue Leiter des Brandschutzamts, Mirko Temmler, griff diesen Gedanken auf. Die Bundeswehr wuchs zuletzt – und mit ihr steigen auch die Aufgaben derjenigen, die im Ernstfall zwischen Gefahr und Sicherheit stehen. Temmler sprach offen über die Herausforderungen: Mehr Standorte, mehr Verantwortung, mehr Personal – ohne die nötige Ausbildung und regelmäßige Übungen gehe es nicht. Wer bei Bundeswehrfeuerwehr arbeitet, braucht daher weit mehr als nur einen Schlauch und Helm. Die Neustrukturierung, die nun das frühere Zentrum für Brandschutz in Sonthofen ablöst, bedeutet auch: Über 4000 Mitarbeitende rücken unter gemeinsamer Führung zusammen. Besonders der Schulterschluss von militärischem und zivilem Brandschutz erhält so neuen Drive, wie auch Vertreter der Verbände und Organisationen betonten. Apropos Lagebericht: Der Brandschutz in der Bundeswehr ist weit verzweigt, mit derzeit 58 Feuerwachen an sensiblen Standorten und mehreren regionalen Führungsstellen quer durch Deutschland. Wer tiefer einsteigen möchte, findet weitere Infos auf den Webseiten der Bundeswehr.

Das neu gegründete Brandschutzamt bündelt die Brandschutzkompetenz der Bundeswehr an entscheidenden Standorten und ersetzt das bisherige Zentrum in Sonthofen. Die Bundeswehr-Feuerwehr ist heute eine weitgehend eigenständige Organisation mit 58 Stützpunkten, deren Aufgaben in den letzten Jahren mit dem Wachstum der Streitkräfte deutlich anspruchsvoller geworden sind; laut Presseberichten stehen personelle und ausbildungsbezogene Aufstockungen ebenso wie eine engere Verzahnung mit zivilen Feuerwehrverbänden bevor. Der Schritt wird als bedeutendes Signal zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft gewertet, spiegelt aber auch den gestiegenen Bedarf an spezifischem Know-how in Zeiten größerer internationaler und innerdeutscher Herausforderungen wider. Nach zusätzlicher Recherche: In den letzten Tagen wurde in mehreren Leitmedien berichtet, dass gerade bei Infrastruktur und Sicherheit der Bundeswehr erheblicher Modernisierungsbedarf besteht (spiegel.de, sueddeutsche.de). Die Indienststellung neuer Organisationseinheiten wie des Brandschutzamts wird entsprechend als ein Puzzlestück in der grundlegenden Anpassung an eine sich verändernde Sicherheitslage eingeordnet. Im Fokus stehen dabei nicht nur technische Ausstattung, sondern auch bessere Rettungskonzepte und die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte, wie sie für moderne Gefahrenlagen nötig sind.

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