CDU-Vize Laumann drängt auf pünktliche Umsetzung der Reformvorhaben

Karl-Josef Laumann, stellvertretender Chef der CDU, pocht darauf, dass die Regierungskoalition ihre geplanten Reformschritte bis zur Sommerpause ernsthaft vorantreibt. Im Gespräch mit der 'Rheinischen Post' zeigte er sich überzeugt, dass zumindest die Grundlinien der Vorhaben wie vorgesehen stehen werden.

heute 12:51 Uhr | 4 mal gelesen

Besonders im Bereich Gesundheitswesen und Pflege sieht Laumann die Gesetzesanträge bereits in Vorbereitung – es gehe jetzt vor allem darum, dass die Koalition die versprochenen Leitplanken zieht. "Die Rentenkommission wird bis Ende Juni mit ihren Empfehlungen kommen," so Laumann. Komplett abgehakt werden könne das alles zwar nicht mehr vor dem Sommer, räumt er ein, doch wichtiger sei, dass die Richtung klargestellt werde. Das sei auch innerhalb der Unions-Gremien unmissverständlich bekräftigt worden, berichtet der Arbeits- und Sozialminister aus NRW. Persönlich hat Laumann das Gefühl, dass die Union stimmungsmäßig langsam wieder Tritt fasst – was keineswegs selbstverständlich ist, wenn man sich die politische Großwetterlage derzeit so anschaut. Und doch bleibt: Große Linien, bevor der Bundestag in die Sommerpause entschwindet, das müsste drin sein. Jedenfalls, wenn der politische Wille da ist.

Laumann betont die Dringlichkeit, die gesetzgeberischen Schritte in Gesundheit, Pflege und Rente zeitnah anzugehen, auch wenn einige Details vermutlich erst nach der Sommerpause abgeschlossen werden. Er fordert Klarheit bei den Reformpfaden und hält das für essenziell, um Vertrauen in die politische Handlungsfähigkeit herzustellen. In den vergangenen Tagen wurden auf Parteiebene Maßnahmen zur besseren Abstimmung und Priorisierung bestätigt, da auch in Medien wie der Süddeutschen Zeitung und bei der FAZ zuletzt Zweifel am Reformeifer der Koalition laut wurden – beispielsweise angesichts der stockenden Debatte um die Finanzierung der Pflegeversicherung und den Umgang mit dem demografischen Wandel.

Aktuelle Recherchen zeigen, dass etwa im Gesundheitsbereich die Regierung unter enormem Druck steht, dringend Personalprobleme zu entschärfen und eine nachhaltigere Finanzierung zu schaffen. Streit gibt es auch über den Umgang mit Beitragsanpassungen und die Finanzierung einer Grundrente, wie Zeit Online und das Portal "Deutschland.de" berichten. Laut neuesten Artikeln sind die Einigungschancen bei größeren Vorhaben vor der Sommerpause angesichts wachsender Koalitionskonflikte zwar schwankend, doch die Erwartung an klare Richtungsentscheidungen wird politisch und medial weiter hochgehalten.

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