September 2026 klingt im Moment noch fern, doch in der CDU hat man bereits die Weichen neu gestellt. Sepp Müller – der im Bundestag die Landesgruppe Sachsen-Anhalt anführt und zudem CDU-Fraktionsvize ist – wertet den Abtritt Haseloffs zugunsten von Sven Schulze als konsequent und exakt getimt. 'So passt es', äußerte Müller in einem Statement gegenüber Politico und setzt dabei das Vertrauen in Schulze als neuen Zugpferd der Partei. Sachsen-Anhalt sorge oft für unerwartete Wendungen – trotzdem sei die CDU optimistisch, so Müller: 'Wir haben beim letzten Mal schon allen gezeigt, dass wir vorne mitspielen.'
Schulze steht für Erfahrung im Regierungsgeschäft, lautet Müllers Argument, und traue sich zu, die Regierung anzuführen. Was Koalitionen angeht, zieht Müller klare Grenzlinien: AfD oder Linke hätten unter keinem denkbaren Wahlausgang Einfluss auf das Kabinett. 'Das ist ein verbindliches Versprechen an unsere Wähler', beharrt er, und betont die Verpflichtung der CDU, diesem auch nach der Wahl treu zu bleiben.
Was die Regierungsbildung betrifft, blickt Müller durchaus offen auf neue Formen: Minderheitsregierungen könnten künftig häufiger Alltag werden. Aber, das stellt er klar, das Ziel bleibe ein Bündnis aus der Mitte – falls es denn reicht. Manchmal, so scheint es, schreibt die politische Landschaft unerwartet sprunghafte Geschichten – aber Müller selbst bleibt dabei angenehm uneitel.
Der Generationswechsel an der Spitze in Sachsen-Anhalt fühlt sich für die CDU wie ein wohldosierter Schritt an – mit einem Ministerpräsidenten Haseloff, der noch rechtzeitig Platz macht für den erfahrenen Sven Schulze. Sepp Müller, CDU-Fraktionsvize, lobt diesen Kurs als klug und schlägt einen markanten Ton an, wenn es um die Abgrenzung zu AfD und Linken geht. Müller betont außerdem eine gewisse Bereitschaft zu neuen Regierungskonstellationen (wie Minderheitsregierungen), bleibt aber kampfeslustig auf das Ziel einer mehrheitsfähigen bürgerlichen Koalition fokussiert. Laut aktuellen Medienberichten ist das innenpolitische Klima in Sachsen-Anhalt von Unsicherheit und politischen Manövern geprägt. Jüngste Umfragen zeigen, dass Schulze als neuer Regierungschef durchaus als Chance wahrgenommen wird, gleichzeitig aber das konservative Lager sich klar gegen einen Schulterschluss mit rechtspopulistischen oder linken Parteien positioniert. Gleichzeitig berichten mehrere überregionale Medien, dass insbesondere im Osten Deutschlands nach wie vor die AfD auf stabile Umfragewerte zurückgreifen kann und Koalitionsoptionen deshalb zur politischen Zitterpartie werden. Strategisch betrachtet sieht die CDU ihren Wechsel als Signal für Erneuerung – auf die Probe gestellt wird das aber erst im Herbst 2026.