Ohne groß um den heißen Brei zu reden – Brende wirft das Handtuch. In seiner kurzen Mitteilung begründet er diese Entscheidung so: Das WEF brauche in unruhigen Fahrwassern einen klaren Kurs, frei von Nebengeräuschen. Epstein, dieser Name blieb dabei zwar außen vor, schwebte aber dennoch als unsichtbarer Elefant im Raum. Die beiden Co-Vorsitzenden, Hoffmann und Fink, winken den Rückzug durch und setzen Alois Zwinggi als Übergangschef ein. Was danach kommt? So richtig scheint das noch keiner zu wissen, abgesehen davon, dass eine gewisse Taskforce nun zügig nach Ersatz sucht. Die eigentliche Zündschnur: Eine externe Untersuchung zu Brendes Epstein-Verbindungen, deren Resultate nach offizieller Lesart 'keine neuen Alarmglocken läuten ließen'. Doch das letzte Kribbeln bleibt – war das wirklich alles? Und überhaupt, kann externe Kontrolle so oder so je wirklich unabhängig sein? Ein Restzweifel drängt sich mir auf...
Brendes Rücktritt kommt für viele überraschend schnell, folgte aber inmitten von Anschuldigungen und teils wilden Spekulationen über seine Kontakte zum inzwischen verstorbenen Jeffrey Epstein. Laut WEF wurden keine neuen schweren Vorwürfe gegen Brende gefunden, dennoch bleibt der Imageschaden für das Forum und die Notwendigkeit eines Führungswechsels, um Vertrauen wieder aufzubauen. In der internationalen Debatte spiegelt der Fall die wachsende Forderung nach konsequenter Transparenz und Aufarbeitung von Elitenkontakten zu Skandalfiguren – wobei die Debatte um den tatsächlichen Einfluss von Untersuchungen und die Möglichkeit kompletter Unabhängigkeit nach wie vor schwelt.