Die aktuelle Diskussion zum Krankenstand in Deutschland entbrannte, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz den steigenden Krankenstand als Ausdruck mangelnder Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer kritisiert und die elektronische Krankschreibung infrage gestellt hatte. Karl Lauterbach und Vertreter der Opposition sehen darin jedoch eine Verkennung der realen Arbeitswirklichkeit: Der Anstieg der Krankentage zeige vielmehr, dass heute mehr Menschen mit chronischen oder seelischen Leiden überhaupt am Arbeitsleben teilnehmen. Lauterbach fordert einen präventiven Ansatz statt Sanktionen oder Rückschritten bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Nach Recherchen aus verschiedenen aktuellen Artikeln wird deutlich, dass der Krankenstand 2024 in Deutschland tatsächlich auf Rekordniveau liegt. Insbesondere psychische Erkrankungen nehmen laut neuesten Berichten rasant zu, was nicht zuletzt an wachsendem Stress, Personalmangel im Gesundheitswesen sowie Überforderung am Arbeitsplatz liegt (vgl. Quelle: Zeit Online). Ein weiterer Aspekt: Die Digitalisierung der Verwaltung sei laut einigen Stimmen überfällig, da viele Prozesse immer noch zu bürokratisch und umständlich seien – das führe nicht selten zu Frust bei Arbeitgebern wie Mitarbeitern (vgl. Quelle: t3n.de). Die politische Debatte über Anreize versus Kontrolle wird durch den Fachkräftemangel zusätzlich befeuert – und bleibt, trotz betonter Appelle, weiterhin festgefahren.