Deutlicher Anstieg der Baukosten für Wohnhäuser im November

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für konventionell errichtete Wohngebäude in Deutschland im November 2025 um 3,2 Prozent geklettert. Bereits drei Monate zuvor lag das Plus bei 3,1 Prozent.

09.01.26 08:21 Uhr | 7 mal gelesen

Das Statistische Bundesamt meldet: Die Baupreise für Wohngebäude haben sich von August auf November 2025 um weitere 0,5 Prozent erhöht – Mehrwertsteuer stets inklusive. Vor allem Rohbauarbeiten treiben die Kosten: Gegenüber dem November 2024 zogen sie um 2,5 Prozent an. Handfeste Posten wie Beton- und Mauerwerk legten dabei moderat zu, Dacharbeiten aber mit 4,5 Prozent deutlicher. Interessant: Holzbau verteuerte sich – wohl auch wegen veränderter Nachfrage – um satte 5,4 Prozent. Bei den Ausbaugewerken läuft das Preiskarussell schneller: Heiztechnik, insbesondere Wärmepumpen, knipst mit 4,4 Prozent Mehrausgaben ein Ausrufezeichen, Metallbau folgt mit 2,2 Prozent. Besonders scharf stiegen die Preise für Elektroinstallationen und IT-Anlagen: plus 5,4 Prozent. Auch Dämmarbeiten sind nicht mehr günstig zu haben – ein Zeichen der Energiewende? Wer Instandhaltung plant, zahlt im Schnitt gut 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Und: Büros und Gewerbeimmobilien sind ebenfalls spürbar teurer geworden, der Straßenbau hält den Kostenauftrieb immerhin zum zweiten Mal in Folge unter vier Prozent – das gab’s so selten seit Mai 2021.

Die Baupreisentwicklung setzt sich ungebrochen fort und trifft sämtliche Bereiche: Von Rohbau- über Ausbau- bis hin zu Erhaltungsarbeiten verteuern sich die Leistungen fast durchweg. Besonders auffällig ist die Preissteigerung bei nachhaltigen Technologien wie Wärmepumpen und Dämmungen – ein Effekt, der mit der politischen Förderung der Klimawende, aber auch mit Lieferschwierigkeiten und Fachkräftemangel zusammenhängen dürfte. Online recherchiert findet sich etwa bei der 'Süddeutschen Zeitung' und 'FAZ', dass steigende Materialkosten, hohe Zinsen und stockende Baugenehmigungen den Druck auf den Wohnungsmarkt verschärfen; teilweise berichten Experten dort, dass sich viele Bauprojekte verzögern oder Investoren gar abspringen. Das zeigen auch Debatten über bezahlbaren Wohnraum und mögliche Förderprogramme, welche Bund und Länder andiskutieren – wobei verschiedene Akteure unterschiedliche Schwerpunkte beim Gegensteuern setzen. Hinzu kommt die verstärkte Konkurrenz um Baumaterialien, nicht zuletzt durch die europäische Energiepolitik, sowie gestiegene Löhne im Baugewerbe.

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