Im Dezember 2025 legte die Fahrleistung schwerer Lkw auf deutschen Autobahnen merklich zu, der Index kletterte kalenderbereinigt um 3,2 Prozent gegenüber dem November und lag damit auch 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Dieser Zuwachs ist laut Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und Statistischem Bundesamt der stärkste monatliche Anstieg seit Frühjahr 2021 und spiegelt eine leichte Belebung im Güterverkehr wider, was wiederum als Signal für wirtschaftliche Aktivität gedeutet wird. Zugleich mahnen Expertinnen und Experten, saisonale Effekte, Sondereinflüsse wie Wetter oder Streiks sowie die anhaltende Unsicherheit auf dem Transportmarkt zu berücksichtigen – die Fahrleistungsstatistik bleibt damit ein wichtiges, aber nicht abschließendes Puzzleteil für die Konjunkturanalyse. Ergänzt: Recherchen zeigen, dass in den letzten Tagen auch über stark steigende Lkw-Verkehrszahlen in Zusammenhang mit der bevorstehenden Mauterhöhung ab Januar 2026 berichtet wurde; einige Unternehmen versuchten offenbar, Transporte vorzuziehen, um Mehrkosten zu vermeiden (Quelle: [Spiegel]). Parallel meldeten Branchenverbände Sorgen um steigende Betriebskosten und warnen vor möglichen Verlagerungen auf Straßen mit geringerer Mautbelastung sowie wachsenden Belastungen für Umwelt und Infrastruktur (Quelle: [Süddeutsche]). Experten sehen den Fahrleistungsanstieg daher nicht allein als rein konjunkturelles Signal, sondern auch als Folge kurzfristiger betrieblicher Dispositionen, die sich mit der Umstellung des Mautregimes und politischen Rahmenbedingungen überschneiden (Quelle: [FAZ]).
09.01.26 08:21 Uhr