Lkw-Maut-Transportleistung: Deutlicher Anstieg im Dezember

Im letzten Monat des Jahres 2025 ist das Lkw-Aufkommen auf mautpflichtigen Autobahnen merklich gestiegen – ein Plus von 3,2 Prozent verglichen mit dem Vormonat. Damit verbuchte der Fahrleistungsindex den kräftigsten monatlichen Zuwachs seit fast vier Jahren.

09.01.26 08:40 Uhr | 12 mal gelesen

Interessant: Der saison- und kalenderbereinigte Index für mautrelevante Lkw (mindestens vier Achsen) lag im Dezember 2025 um 1,3 Prozent über dem Wert aus Dezember 2024. Das klingt nach wenig, ist im wirtschaftlichen Kontext aber ziemlich beachtlich. So ein Anstieg signalisiert oft erhöhte wirtschaftliche Dynamik, weil Transport am Güterumschlag hängt – wenn mehr Lkw unterwegs sind, brummt meist auch die Wirtschaft. Der Lkw-Maut-Index gilt daher als ein recht brauchbarer Frühindikator für die ökonomische Lage, zumindest in Bezug auf den Industriesektor. Was aber bleibt, ist die Einschränkung: Der Index verrät nichts über die einzelnen Wirtschaftsbereiche, er bleibt auf der Gesamtebene. Und: Er ist eben immer ein Stück näher am Puls, weil die Daten schneller bereitstehen als klassische Produktionszahlen. Das macht ihn für Wirtschaftsbeobachter spannend, wenngleich er nicht alle Fragen beantworten kann. Manchmal frage ich mich, wie viel Unsicherheit in solchen Indikatoren steckt – immerhin reichen ein paar Streiks oder Wetterkapriolen, um Schwankungen auszulösen, die nicht direkt mit der Konjunktur zusammenhängen.

Im Dezember 2025 legte die Fahrleistung schwerer Lkw auf deutschen Autobahnen merklich zu, der Index kletterte kalenderbereinigt um 3,2 Prozent gegenüber dem November und lag damit auch 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Dieser Zuwachs ist laut Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) und Statistischem Bundesamt der stärkste monatliche Anstieg seit Frühjahr 2021 und spiegelt eine leichte Belebung im Güterverkehr wider, was wiederum als Signal für wirtschaftliche Aktivität gedeutet wird. Zugleich mahnen Expertinnen und Experten, saisonale Effekte, Sondereinflüsse wie Wetter oder Streiks sowie die anhaltende Unsicherheit auf dem Transportmarkt zu berücksichtigen – die Fahrleistungsstatistik bleibt damit ein wichtiges, aber nicht abschließendes Puzzleteil für die Konjunkturanalyse. Ergänzt: Recherchen zeigen, dass in den letzten Tagen auch über stark steigende Lkw-Verkehrszahlen in Zusammenhang mit der bevorstehenden Mauterhöhung ab Januar 2026 berichtet wurde; einige Unternehmen versuchten offenbar, Transporte vorzuziehen, um Mehrkosten zu vermeiden (Quelle: [Spiegel]). Parallel meldeten Branchenverbände Sorgen um steigende Betriebskosten und warnen vor möglichen Verlagerungen auf Straßen mit geringerer Mautbelastung sowie wachsenden Belastungen für Umwelt und Infrastruktur (Quelle: [Süddeutsche]). Experten sehen den Fahrleistungsanstieg daher nicht allein als rein konjunkturelles Signal, sondern auch als Folge kurzfristiger betrieblicher Dispositionen, die sich mit der Umstellung des Mautregimes und politischen Rahmenbedingungen überschneiden (Quelle: [FAZ]).

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