Im Vergleich zum Oktober 2024 legte der Umsatz der Dienstleister insgesamt noch immer leicht zu: preisbereinigt um 0,3 Prozent, nominal sogar um 2,3 Prozent. Doch der aktuelle Monatsvergleich zeichnet ein anderes Bild: Am kräftigsten abwärts ging's im Bereich Information und Kommunikation – ganze 2,3 Prozent Minus –, gefolgt von Verkehr und Lagerei (minus 1,3 Prozent). Immobilien- und Wohnungsdienstleister verbuchten mit einem Rückgang um 0,4 Prozent ebenfalls einen kleinen Dämpfer. Ganz anders die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleister – dort waren immerhin leichte Zuwächse von 0,3 Prozent zu spüren. Und noch stärker legten die sogenannten 'sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen' zu: plus 1,9 Prozent. Schon bemerkenswert, wie unterschiedlich die Branchen abschneiden. Ehrlich gesagt überrascht mich das nicht wirklich; solche Branchenzyklen sind ja selten synchron. Was passiert da im Hintergrund? Vielleicht eine Frage für einen anderen Tag.
Der Dienstleistungssektor in Deutschland zeigt sich im Oktober 2025 durchwachsen: Während der Jahresvergleich moderate Zuwächse ausweist, setzt der Monatsvergleich ein anderes Signal mit ersten Umsatzdellen. Besonders betroffen sind technologiegetriebene Branchen, wie Information und Kommunikation – hier wirken vermutlich die Unsicherheiten der Wirtschaftslage oder Investitionszurückhaltung. Gleichzeitig bleibt der Aufwärtstrend in spezialisierten Dienstleistungen (freiberuflich, technisch, wissenschaftlich und Vermittlung) ein kleines positives Ausrufezeichen. Laut aktuellen Medienberichten ist die Nachfrage nach Digitalisierungs- und Beratungsdienstleistungen weiterhin robust, während vor allem Logistik- und Wohnungsdienstleister ihre Vorsicht nicht ablegen. Hinzu kommt laut neuen Analysen, dass viele Dienstleistungsanbieter von steigenden Kosten und schwankender Nachfrage berichten, was die Lage weiter verkompliziert.