Die ARTfair Innsbruck 2025: Wo internationale Kunst auf neue Denkanstöße trifft

In Innsbruck wird die Olympiaworld Ende Oktober 2025 erneut zum Treffpunkt für Kunsthungrige aus aller Welt: Die 29. ARTfair Innsbruck bringt Malerei, Installationen, Ethik-Performances und digital-visionäre Projekte von über 20 Ländern unter ein Dach. Die Messe zeigt, wie vielfältig, wild, kritisierend und auch sozial engagiert zeitgenössische Kunst sein kann – manchmal überraschend, manchmal direkt, immer mit Impuls. Direktorin Johanna Penz bringt es auf den Punkt: Kunst ist kein Luxus, sondern unser Sauerstoff für Perspektivwechsel und (Über-)Leben.

16.10.25 14:46 Uhr | 156 mal gelesen

Vom 24. bis 26. Oktober 2025 wird die Innsbrucker Olympiaworld für ein verlängertes Wochenende buchstäblich zur künstlerischen Brutstätte. Die ARTfair Innsbruck, inzwischen die größte Kunstmesse des Landes, versammelt dort bereits zum 29. Mal Werke aus gut 20 Nationen – mal von renommierten Galerien, mal von jungen, noch nahezu unbekannten Künstler:innen. Deutschland, Italien, Spanien, Österreich, die Schweiz und sogar Georgien sind auf der Bühne vertreten; ein echter Schmelztiegel der Gegenwartskunst. Von klassischer Moderne bis frischer Avantgarde zeigt die Messe, dass Kunst oft mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt. Ein Zitat, das im Ohr bleibt: „Kunst ist kein Luxus – sie schärft unsere Sinne und öffnet manchmal auch Wunden“, sagt Johanna Penz, Ideengeberin und Chefin der Messe. Großartig individuell: Die Ethik-Performance von Alois LUI Gmeiner, der mit drastischen Bildern und Tönen an die NS-Kindereuthanasie erinnert, lässt wohl niemanden kalt – 50 Prozent der Erlöse werden für Kinderprojekte gespendet. Dazwischen: Pop-Art-Explosionen, Visionen aus künstlicher Intelligenz (ART ConnectDoor), Skulpturen, Fotografie, aber auch ein MC-ART-Businessforum. Die Sektion "artroom21.besides" lebt vom Austausch und lädt dazu ein, die vermeintliche Grenze zwischen Zuschauer:in und Künstler:in zu durchbrechen. Und: Ein wenig chaotisch, aber immer inspirierend, treten junge Talente und etablierte Namen nebeneinander auf. Neu: Mit besserer Hallenaufteilung kommen Skulpturen und Objekte wirklich zur Geltung. Und für Studierende gibt’s am 25. Oktober ein extrem günstiges Special. Um das Drumherum kümmert sich die Community — von Charity-Aktionen bis Collectors Lounge. Mehr Infos? artfair-innsbruck.com.

Mit über 100 ausstellenden Galerien und Künstler:innen aus mehr als 20 Ländern festigt die ARTfair Innsbruck ihre Position als wichtigster Treffpunkt für zeitgenössische Kunst in Österreich. 2025 wird neben Malerei, Skulptur und Fotografie erneut deutlich der Einfluss neuer Medien und KI sichtbar sein – ein Trend, der viele Diskussionen anstoßen dürfte. Performances, Podien und Kunstprojekte mit gesellschaftlicher Verantwortung (wie die Aktion der Gruppe ART ConnectDoor oder die Spendenversteigerung zugunsten von Kinderhilfsprojekten) spiegeln das Bestreben wider, Brücken zwischen Avantgarde, ethischem Engagement und kritischem Diskurs zu schlagen. Neu hinzugekommen ist die intensivierte Kooperation mit internationalen Gastländern (allen voran Spanien) und eine ausgebaute kuratorische Freiheit der Sonderausstellung artroom21.besides, wobei gezielt Plätze für unangepasste und hybride Kunst geschaffen werden. Die Messe veranstaltet zudem erstmals einen "Students Day" am 25. Oktober mit stark reduziertem Eintritt, um jüngere (und vielleicht zukünftige) Sammler:innen aktiv zu erreichen. In zahlreichen Medien wird die Rolle von Kunstmessen intensiv diskutiert: Während einige Stimmen auf einen Trend zu mehr Diversität und Inklusion in der europäischen Kunstszene verweisen, behaupten andere, dass wirtschaftlicher Druck und Kommerz die freie Kunst zunehmend einschränken (z.B. auf Quelle: Süddeutsche Zeitung). Zugleich rückt die Schnittstelle von Kunst und Technologie – insbesondere KI-Kunst – vermehrt ins Zentrum vieler Messeformate, wie aktuelle Berichte aus Berlin, Basel und Paris belegen (Quelle: FAZ). Daneben wächst das Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung – Charity-Aktionen, Projekte zur Erinnerungskultur oder inklusive Kunstprojekte sind 2024 auffällig präsent, wie eine breite Presseschau zeigt (Quelle: Die Zeit).

Schlagwort aus diesem Artikel