Dröge: Rentenkommission stellt Weichen einseitig – Chancen bei Arbeitskräften werden verpasst

Katharina Dröge von den Grünen kritisiert, dass die Rentenkommission zentrale Herausforderungen nicht ausgewogen adressiert.

heute 10:28 Uhr | 4 mal gelesen

„Schaut man sich die unterschiedlichen Vorschläge der Rentenkommission genauer an, dann drängt sich für mich der Eindruck auf – das Ganze ist ziemlich aus dem Lot geraten“, sagte Dröge gegenüber RTL und ntv. Sie bemängelte besonders, dass kaum kurzfristige Lösungen vorgesehen seien. Das drängende Problem: Die Boomer-Generation verlässt aktuell den Arbeitsmarkt und das stellt die Finanzierung der Rente vor echte Herausforderungen – und zwar jetzt, nicht erst im fernen 2090. Man bleibe Antworten für heute schuldig, so Dröge. Ihrer Meinung nach würde es einen echten Unterschied machen, wenn in Deutschland mehr Frauen – gerade Mütter mit kleinen Kindern – arbeiten könnten, wenn sie wollen. Da schlummert eine Reserve, die ihrer Ansicht nach viel zu wenig genutzt wird. Außerdem brauche es dringend gezielte Einwanderung von Arbeitskräften, statt ewigen Streit darüber zu führen. Beides zusammen würde sofort die Beitragsbasis stärken – jedenfalls wirkungsvoller als alle langfristigen Konzepte. "Doch genau vor diesen Themen drückt sich die Union", moniert sie. "Zusätzliche Beschäftigte sind nämlich keine Zukunftsmusik, sondern Stabilitätsbringer schon für die kommenden Jahre."

Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, bemängelt, dass die Vorschläge der Rentenkommission zu wenig auf kurzfristig wirksame Lösungen setzen und den Fokus einseitig ausrichten. Besonders stört sie das fehlende Engagement, mehr Frauen und Zugewanderte für den Arbeitsmarkt zu gewinnen, was laut Dröge entscheidend zur Stabilisierung der Renten beitragen könnte. In aktuellen Medienberichten wird darauf hingewiesen, dass die Rentenpolitik momentan von grundlegenden, sich schnell verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen herausgefordert wird – die Rentenkommission fokussiere jedoch zu sehr auf ferne Zukunftsmodelle, während Lösungen für die Gegenwart fehlen.

Schlagwort aus diesem Artikel