Für viele ist die INTERSCHUTZ ein Pflichttermin – nicht bloß wegen der Technik, sondern wegen jener Begegnungen, die anderswo kaum möglich wären. Vor allem der Verband der Feuerwehren der Europäischen Union (EUFFAS) kam diesmal erstmals nach seiner Gründung in Berlin für eine Sitzung zusammen. DFV-Präsident Karl-Heinz Banse brachte es auf den Punkt: Die Bandbreite der Themen sei riesig, der übergreifende Wille zur Verbesserung der Bedingungen für Feuerwehrleute in Europa aber offensichtlich. DFV-Vizepräsident Dr. Christoph Weltecke, der die internationale Arbeit koordiniert, berichtete, wie deutsche Innovationen im Feuerwehrwesen durchaus Interesse wecken, aber auch wie sehr der wechselseitige Austausch funktioniert. Im CTIF, dem Weltfeuerwehrverband, ist er nicht nur Delegierter, sondern verantwortet auch die Kommission für Freiwillige Feuerwehren.
Anlässlich der INTERSCHUTZ geht's am DFV-Stand sprachlich wie international zu wie auf einem lebhaften Marktplatz: Deutsch, Englisch, Französisch, Slowenisch, und so weiter mischen sich fröhlich. Feuerwehrleute von CTIF und EUFFAS diskutieren mit Gleichgesinnten; abseits der Fachsimpelei gibt es für Messegäste noch Extra-Attraktionen, wie einen Hubschraubersimulator aus Marseille, an dem sonst französische Brandbekämpfer üben – Learning by Doing auf europäisch eben. Weltecke sieht darin einen klaren Vorteil: Europa heißt, voneinander zu profitieren. Eindrücke und Infos zum Programm gibt es natürlich online – der nächste Schritt ist schon der Blick nach vorne, denn Einsätze machen auch nicht am Länderzaun halt.
Internationale Zusammenarbeit gewinnt in der Welt der Feuerwehr immer mehr an Bedeutung, vor allem vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen wie Klimawandel und grenzüberschreitenden Katastrophen. Auf der INTERSCHUTZ wurde dies durch die erstmals in Präsenz stattfindenden Tagungen von EUFFAS und CTIF greifbar; dabei standen Themen wie gemeinsame Ausbildung, Erfahrungsaustausch und die Vereinheitlichung von Einsatzstandards im Fokus. Laut neuesten Berichten beschäftigen sich viele Feuerwehrverbände inzwischen mit Digitalisierung, Resilienz im Katastrophenmanagement und der Rekrutierung junger Freiwilliger – zentrale Themen, die weiter auf der Agenda stehen.