Franchise-Boom im Krisenmodus: Ein Spiegelbild der deutschen Wirtschaft

Teltow – Immer mehr Insolvenzen, wachsende Arbeitslosigkeit und Unternehmen, die aufgeben: Die deutsche Wirtschaft taumelt, doch Franchise-Systeme erleben erstaunlichen Zulauf. Gerade jetzt setzen viele auf bewährte Geschäftsmodelle – je brenzliger die Lage, desto attraktiver erscheinen Franchises. Was dieser Trend über die Wirtschaftslage aussagt und welche Chancen, aber auch Warnzeichen er birgt, lesen Sie hier.

06.01.26 10:32 Uhr | 14 mal gelesen

Wenn Menschen auf der Suche nach einem beruflichen Neuanfang sind – sei es aus Not oder aus der Sehnsucht nach Sicherheit –, dann fällt der Blick häufig auf Franchise-Unternehmen. In Zeiten, in denen der traditionelle Arbeitsmarkt für viele verschlossen bleibt, bieten diese Systeme eine gewisse Planbarkeit und klare Ablaufstrukturen. Das ist beileibe kein Zufall, denn gerade jetzt nutzen zahlreiche Menschen die Gelegenheit, Risiken zu minimieren und sich an funktionierende Geschäftsmodelle zu halten. Man könnte fast sagen, Franchise wird zum Rettungsanker, wenn das Wasser steigt.

Während viele klassische Betriebe zunehmend ins Straucheln geraten, setzen Franchises auf Effizienz, Qualität und eine durchdachte Positionierung. Eben diese Eigenschaften sprechen potenzielle Partner besonders an – und enthüllen damit auch, was in anderen Teilen unserer Wirtschaft ins Rutschen geraten ist. Im Text beleuchten wir, warum Franchise-Systeme in der aktuellen Zeit zu einem Gradmesser wirtschaftlicher Unsicherheit geworden sind.

Franchise als Wirtschaftsbarometer: Chancen und Grenzen

Die Franchise-Szene gilt als besonders anpassungsfähig, wenn sich die Rahmenbedingungen ändern. In Phasen von Entlassungen und Insolvenzen wachsen Stabilitätsbedürfnis und der Wunsch nach Orientierung. Wer plötzlich ohne Job dasteht, braucht nicht nur eine Idee, sondern auch verlässliche Strukturen, die eine neue Existenz tragen können. Franchise-Konzepte bieten genau das – ein vorgegebenes Gerüst mit bewährten Abläufen. Gleichzeitig werden sie zu einem Anziehungspunkt für jene, die im klassischen Angestelltenmodell keine Zukunft mehr sehen.

Natürlich bleibt der Erfolg eng mit politischen Entscheidungen und der Verfügbarkeit von Fördermitteln, etwa seitens der KfW, verknüpft. Schrumpfen diese Möglichkeiten, wird der unternehmerische Einstieg für viele zur Hürde. Dennoch trotzt die Branche häufig auch schwierigen Rahmenbedingungen, während konkurrierende Sektoren unter Druck stehen.

Struktur schlägt Orientierungslosigkeit

Wer im Franchise-Bereich Fuß fassen will, muss sich spezialisieren und auf ein klares Alleinstellungsmerkmal setzen – so lautet das eherne Gesetz der Szene. Viele Franchisegeber bündeln ihre Kräfte, optimieren stetig Abläufe und passen Dienstleistungen sowie Angebote laufend an neue Märkte an. Gerade diese strategische Fokussierung ist einer der Gründe, warum Franchise-Systeme oft agiler und widerstandsfähiger wirken als klassische Unternehmen, die sich schwerfälliger an Veränderungen anpassen.

Interessant ist, dass Innovation häufig in kleinen, aber konsequenten Schritten erfolgt: Verbesserungen im Alltag, mehr Backoffice-Support, optimierte Kundengewinnung. Wer seine Partner unterstützt, hält sie langfristig im Boot. Gleichzeitig entsteht durch den Austausch mit internationalen Systemen ein Experimentierfeld, in dem neue Ideen entstehen und Grenzen ausgelotet werden.

Expansion als Flucht nach vorn?

Immer mehr Franchise-Netzwerke ziehen es ins Ausland – insbesondere nach Osteuropa, wo Wachstumsmöglichkeiten locken. Dabei geht es nicht nur um das Abfedern von Kriseneffekten im Inland, sondern auch um die Erschließung neuer Märkte, die aktuell stabiler scheinen als Deutschland. Das deutet allerdings auch darauf hin, wie groß der Druck in der Heimat mittlerweile geworden ist. Die Öffnung nach außen ist jedenfalls ein deutlicher Fingerzeig auf die Notwendigkeit, Risiken zu streuen.

Wer ist eigentlich Jana Jabs?

Jana Jabs kennt die Branche wie kaum eine andere: Seit über zehn Jahren begleitet sie Firmen beim Aufbau digitaler Wissensstrukturen fürs Franchise. Als Beraterin zeigt sie, wie sich betriebliches Know-how als digitales Handbuch für Unternehmen aufbereiten lässt. Wer mehr wissen will, kann sie und ihr Team hier erreichen: https://www.franchisemacher.de/

Pressekontakt:
Die FranchiseMacher GmbH, vertreten durch Jana Jabs und Eugen Marquard
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Auf den ersten Blick machen Franchise-Systeme inmitten der wirtschaftlichen Turbulenzen Deutschlands eine überraschend gute Figur. Während viele Branchen unter Fachkräftemangel, hohen Energiepreisen und teils lähmender Bürokratie leiden, wächst die Zahl der Franchise-Gründungen. Bundesweit veränderte sich laut Statistiken des Deutschen Franchiseverbandes (DFV) die Anzahl aktiver Franchise-Unternehmen mit einem Plus von etwa 2-4 % gegenüber dem Vorjahr; spürbar ist ein Zuwachs vor allem in den Bereichen Gastronomie, Dienstleistung und Fitness. International zeigt sich, dass Länder wie Polen, die Tschechische Republik oder Spanien als Expansionsziele immer attraktiver werden, weil dort die Wirtschaft solider oder Regulatorik weniger hinderlich erscheint. In Medienberichten der letzten Tage wird zudem diskutiert, wie Franchising Arbeitsplätze schaffen kann, gerade während Insolvenzen wie etwa bei der Signa-Gruppe für Unruhe sorgen (vgl. Zeit.de). Auffällig ist zudem: Der Trend, sich nach internationalen Konzepten umzuschauen oder sie ins Inland zu holen, nimmt weiter Fahrt auf, was eine gewisse Anpassungsbereitschaft und Krisenresilienz in der Franchisebranche untermauert. Einige Experten warnen jedoch davor, zu sehr auf Standardisierung und Export zu setzen, da das mit kulturellen Anpassungsschwierigkeiten und erhöhter Abhängigkeit von globalen Entwicklungen einhergehen kann.

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