Freunding setzt weiter auf enge Militärpartnerschaft mit den USA

General Christian Freuding betont die Bedeutung einer starken Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten für die Weiterentwicklung der Bundeswehr.

21.01.26 21:37 Uhr | 2 mal gelesen

Es gibt Eigenschaften, da sind die Amerikaner den Deutschen schlicht voraus – zum Beispiel, das hat Generalleutnant Christian Freuding gerade offen eingeräumt, bei Themen wie Aufklärung, Logistik und dem Umgang mit modernen Waffensystemen mit großer Reichweite. Kein Grund zur Scham übrigens, sondern eher ein Anlass, die Zusammenarbeit mit den USA als echtes Plus für die Truppe zu betrachten. "Ehrlich gesagt, bleibt das transatlantische Band aus meiner Sicht das beste Sicherungsseil, um auch in Zukunft politisch und militärisch halbwegs fest aufgestellt zu sein", wirft Freuding einen fast altmodisch anmutenden Blick aufs große Ganze. Was die Beziehung zu seinem US-Gegenüber angeht, klingt er fast ein wenig stolz: "Wir reden praktisch jede Woche – und das läuft nicht nur sachlich ab, sondern auch in einem sehr offenen Geist des Vertrauens." Das eigene Haus – also das Heer – sieht Freuding auf einem stabileren Kurs. Ersatzlieferungen für an die Ukraine abgegebene Panzerhaubitzen zum Beispiel: Die seien bis Ende des Jahres unter Dach und Fach. Und auch bei anderen Ausrüstungsprojekten, etwa Schützen- oder Kampfpanzern, bewege sich einiges, nur halt noch nicht in der Wunschgeschwindigkeit. Ein Schlenker ins Ungefähre: "Ich hätte es gern schneller, ja. Aber immerhin: Die schwersten Zeiten haben wir hoffentlich überstanden." Freuding schickt in Richtung Rüstungsindustrie eine klar ans Ziel gerichtete Mahnung: Die Produktionsrädchen müssten noch deutlich schneller drehen. Noch sei man, so wörtlich, nur "auf dem Beschleunigungsstreifen". Lieferprobleme und die quälend schleppende Einführung des neuen Digitalfunks werden zur Herausforderung – manchmal klingt es ein wenig, als müssten selbst erfahrene Generäle den Kopf schütteln: "Wir ordern etwas und erwarten, dass das, was wir bezahlt und bestellt haben, auch in abgemachter Qualität und zeitlich akzeptabel ankommt."

Der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, hält die Zusammenarbeit mit den USA für unverzichtbar, besonders weil die Bundeswehr in manchen Schlüsselbereichen noch auf Unterstützung angewiesen ist. Die Modernisierung des deutschen Heeres macht Fortschritte, läuft jedoch aus Sicht des Generals noch zu langsam – insbesondere, was Liefertreue und Industriekapazitäten angeht. Die jüngste politische Lage, vor allem angesichts des russischen Angriffskrieges und der wachsenden Unsicherheit, sorgt in Deutschland für verstärktes Bemühen, die Verteidigungsfähigkeit zu stärken – laut aktuellen Berichten gibt es allerdings anhaltend erhebliche Verzögerungen bei wichtigen Ausrüstungsvorhaben, wie der „Süddeutschen“ und der „FAZ“ zu entnehmen ist; gleichzeitig fordern Experten und Politiker zunehmend ein Umdenken beim Beschaffungswesen und fordern von der Industrie und dem Verteidigungsministerium mehr Tempo, um Deutschlands Bündnisfähigkeit zu wahren. In den letzten 48 Stunden berichten zahlreiche Medien, dass Bundeskanzler Scholz erneut deutlich die Rolle der USA als unverzichtbaren Sicherheitspartner unterstrichen hat und die NATO-Staaten gemeinsam über Wege beraten, ihre Armeen resilienter gegen Cyberangriffe und neue Bedrohungen zu machen.

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