Garten- und Landschaftsbau trotzt Widerständen: Branchenstatistik 2025 zeigt erneut Zuwächse bei Umsatz und Beschäftigung
Bad Honnef – Das Wachstum im Garten- und Landschaftsbau hält weiter an, obwohl die Zeiten alles andere als einfach sind. Der Jahresumsatz zog um 4,3 Prozent an, gleichzeitig meldeten die Betriebe mehr Mitarbeiter, Auszubildende und Mitglieder als im Vorjahr. Die Statistik des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. beweist: Die GaLaBau-Branche bleibt robust. Präsident Thomas Banzhaf appelliert an die Politik, dringend faire Rahmenbedingungen zu schaffen – etwa durch das Abschaffen der Maut für leichte Lkw und einfachere Zugänge für Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland.
heute 11:00 Uhr | 1 mal gelesen
Bild: GaLaBau-Branchenstatistik 2025: Mehr Umsatz, mehr Beschäftigte, mehr Azubis - Garten- und Landschaftsbau behauptet Wachstumskurs in schwierigen Zeiten presseportal.de
Der Garten- und Landschaftsbau in Deutschland stemmt sich gegen den allgemeinen Gegenwind: Mit einem Nominalumsatz von 11,11 Milliarden Euro (Vorjahr: 10,65 Milliarden) markiert die Branche erneut ein Plus. Bemerkenswert: Von den fast 20.000 GaLaBau-Betrieben machen jene, die den elf Landesverbänden angehören, über 63 Prozent des Gesamtumsatzes aus – ein Zeichen für die starke Organisation. Und obwohl es insgesamt mehr Insolvenzen am Markt gab (2025: 133 gegenüber 101 in 2024), verzeichnen die Verbandbetriebe einen Rückgang von 13 auf 9 Pleiten. Stark auch das Thema Ausbildung – gut 8.000 Azubis lernen derzeit im landschaftsgärtnerischen Bereich, Tendenz weiterhin steigend. Wer draußen unterwegs ist, sieht vielleicht nicht sofort, wie wichtig diese Berufssparte ist, aber das grüne Rückgrat für Städte und Gemeinden wächst unaufhaltsam weiter – auch klimatisch betrachtet. BGL-Präsident Thomas Banzhaf sieht die Politik am Zug: Er verlangt endlich gleiche Wettbewerbsbedingungen, insbesondere beim leidigen Thema Maut auf leichte Lkw. Und es bleibt die größte Herausforderung: neue, auch internationale Fachkräfte für die Branche zu gewinnen.
Deutschlands Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen wuchsen 2025 trotz Wirtschaftshemmnisse auf einen nominalen Branchenumsatz von 11,11 Milliarden Euro. Die Zahl der Betriebe stieg leicht, während insbesondere die Mitglieder des Verbandes wirtschaftlich stabil bleiben; bemerkenswert ist hier der Rückgang der Insolvenzen in den organisierten GaLaBau-Unternehmen. Parallel dazu nimmt die Zahl der Auszubildenden stetig zu, was durchaus als positives Signal gegen den allgemeinen Fachkräftemangel zu sehen ist. Gleichzeitig fordern Branchenvertreter nachhaltige politische Unterstützung, zum Beispiel bei der Integration ausländischer Arbeitskräfte und die Abschaffung der bundesweit umstrittenen Mautregelungen für leichte Lkw – Themen, die auch von anderen Wirtschaftszweigen aufgegriffen werden. Darüber hinaus betont der BGL die systemrelevante Rolle der Branche in Sachen Stadtklima, Lebensqualität und Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Aktuelle Branchenberichte warnen dennoch vor strukturellen Risiken wie der Alterung der Belegschaft und anhaltendem Wettbewerbsdruck, der trotz Wachstum Potenziale hemmen könnte. Besonders die Digitalisierung und neue ökologische Herausforderungen werden als Motoren und gleichzeitig als Herausforderungen für zukünftiges Wachstum gesehen.