Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall sieht im geplanten Bundestariftreuegesetz nicht nur bürokratische Hürden, sondern auch juristische Probleme durch Benachteiligung interner Tarifverträge und einen Wettbewerbsnachteil gegenüber ausländischen Unternehmen. Aus seiner Sicht verkompliziert das Gesetz die Vergabe öffentlicher Aufträge, ohne die Tarifbindung tatsächlich zu erhöhen, und könnte insbesondere mittelständische und angeschlagene Betriebe zusätzlich belasten. Mittlerweile findet das Thema viel Raum in der politischen Debatte, denn Gewerkschaften sehen im Gesetz dagegen einen Fortschritt für fairen Wettbewerb und tarifgebundene Löhne; manche Politiker sprechen vom nötigen Schritt zu besseren Arbeitsbedingungen – andere, insbesondere aus dem wirtschaftsliberalen Lager, fürchten eine neue Bürokratie-Welle. Medienberichte zeigen, dass die Koalition trotz lautstarker Kritik an der Entscheidung festhält, während in einigen Bundesländern ähnliche Regelungen bereits für Konflikte zwischen Kommunen und Unternehmen gesorgt haben.