Grüne drängen auf selbstbewusste deutsche Strategie gegenüber den USA

Die Grünen wollen, dass Deutschland den Kurs der Trump-Regierung in Venezuela stärker kritisiert und die Bundesregierung sich unabhängig von den USA besser aufstellt, da das transatlantische Bündnis brüchiger wird.

heute 18:25 Uhr | 4 mal gelesen

Konkret fordern die Grünen einen neuen Kurs der Bundesregierung, wie aus einem Antrag der Fraktion hervorgeht, dessen Inhalte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zuerst publik machte. Der Antrag stellt klar: Verbundenheit mit transatlantischen Werten darf nicht zur reinen Selbstverzwergung führen – gerade angesichts von Einschüchterungsversuchen durch Präsident Trump müsse Berlin klar Position beziehen und die eigenen Werte vertreten, anstatt sich wegzuducken. Die Grünen bestehen auf einer fairen und realistischen Kooperation mit den USA, aber auch darauf, Europas Eigenständigkeit zu stärken. Berlin soll gemeinsam mit den europäischen Partnern eine neue Transatlantikstrategie erarbeiten, die auf heutige Realitäten reagiert – nicht nur wegen wachsender Unsicherheiten in der Beziehung zu den USA, sondern auch, um resilienter und unabhängiger zu werden. Besonderen Anlass geben das Vorgehen der USA in Venezuela und Drohungen gegen weitere Länder wie Dänemark. Laut Grünen habe bisherige Zurückhaltung der Bundesregierung zu weitreichenden Abhängigkeiten geführt, was Deutschlands Handlungsspielraum beschneidet. Außenpolitikerin Deborah Düring kritisiert, dass sich die Bundesregierung nur an den US-Präsidenten „anbiede“. Wer hoffe, der Spuk gehe vorüber, mache sich etwas vor. Nötig sei jetzt Entschlossenheit: "Trump versteht nur Klartext und eigene Handlungsfähigkeit."

Stärkerer Ton gegenüber Washington, mehr europäische Eigenständigkeit – so lautet das Credo der Grünen, deren iniitierte Debatte weit über Venezuela hinausgeht. Im Kern fordern sie von der Bundesregierung eine klare Linie gegen „Einschüchterungsversuche“ der Trump-Administration, eine offene Verurteilung deren Vorgehens in Caracas und eine strategische Antwort auf die Erosion der transatlantischen Partnerschaft. Aktuelle Recherchen zeigen: Inmitten der Sorgen um die Verlässlichkeit der USA als Partner wird deutsche Außenpolitik von verschiedenen Seiten zum Umdenken gedrängt – nicht nur die Grünen, sondern auch Stimmen aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft mahnen stärkeres Auftreten und neue Allianzen an. In den letzten 48 Stunden griffen verschiedene Nachrichtenportale diese Debatte auf und diskutierten die Konsequenzen für die deutsche und europäische Außenpolitik. Nach Einschätzung zahlreicher Experten gewinnt die Frage, wie Europa seine Interessen unabhängig und koordiniert verfolgt, besonders vor dem Hintergrund möglicher politischer Erschütterungen in den USA weiter an Bedeutung. Auch auf EU-Ebene werden mehr Koordination und flexiblere Instrumente gefordert, um strategische Abhängigkeiten zu verringern.

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