Eine Nacht, die für Politikfans in Baden-Württemberg kaum spannender hätte sein können. Irgendwann nach Mitternacht steht fest: Die Grünen setzen sich mit 30,2 Prozent der Zweitstimmen zwar knapp an die Spitze, aber bei den Sitzen? Tja, da landen sowohl sie als auch die CDU bei jeweils 56 Mandaten. Die AfD bleibt mit 35 Sitzen klar an dritter Stelle, überraschend stark, während die SPD mit ihren 10 Sitzen gerade noch im Landtag bleibt – 5,5 Prozent sind eben ein Wackelwert. Die FDP erlebt dagegen einen bitteren Abend: Mit 4,4 Prozent zum ersten Mal an der „magischen Schwelle“ gescheitert – das trifft gerade im alten Stammland ins Mark. Ebenso die Linke, auch sie bleibt außen vor, trotz aller Hoffnungen. Bei den restlichen Kleinen setzen sich die Freien Wähler an die Spitze, wenn auch mit nur 1,9 Prozent. Bemerkenswert ist auch das Abschneiden von BSW, Volt oder der Tierschutzpartei: jeweils unter der 2-Prozent-Marke – ein Kuriosum ist vielleicht auch die Satire-Partei, die mit 0,4 Prozent noch vor „dieBasis“, Werteunion und Co. ins Ziel trudelt. Die Wahlbeteiligung? Mit 69,6 Prozent ordentlich, aber trotz allem: ein Wahlergebnis, das viele Koalitionsoptionen offenlässt – oder auch Blockaden, je nach Sichtweise.
Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2024 brachte ein ausgeglichenes Bild: Die Grünen führen bei den Zweitstimmen, doch sowohl sie als auch die CDU erringen exakt 56 Sitze im neuen Parlament. Überraschend stark präsentierte sich die AfD mit deutlichem Zuwachs, während die FDP an der 5-Prozent-Hürde scheiterte und die Linke erneut nicht den Sprung schaffte. Im landesweiten und bundesweiten Medienecho wird der Wahlausgang als Zeichen politischer Unsicherheit und gesellschaftlicher Polarisierung gedeutet; insbesondere das Patt zwischen Grünen und CDU sorgt für Diskussionen über mögliche Koalitionen oder neue Bündnisformen, während der Einzug kleiner Parteien weiter auf sich warten lässt.