Die neue Sondershow im Berlin Dungeon verschmilzt inszenierten Grusel mit echter Geschichte und lockt Besucher*innen ins Jahr 1620, mitten in ein verstörendes Exorzismus-Ritual. Mit Hilfe von speziellen Effekten, eigens entwickelten Kulissen und Schauspielkunst entsteht eine Atmosphäre, die bewusst zwischen Realität und Inszenierung taumelt. Kritisch betrachtet: Gerade die Verwendung von Exorzismus als Unterhaltungsformat wirft auch Fragen auf, zum Beispiel nach der Verantwortung beim Umgang mit solchen historischen Grausamkeiten – ein Aspekt, dem das Team mit viel Sensibilität begegnen möchte. In aktuellen Berichten wird die Show teils als faszinierende Gratwanderung zwischen Schauer und Reflexion beschrieben, wobei die Macher Wert auf eine authentische Bildwelt und das Erlebbar-Machen vergangener Ängste legen. Ein ungewöhnlicher Ansatz, der die Besucher fordert und Diskussionen anregt, ob Unterhaltung und Geschichte sich immer reibungslos verbinden lassen sollten. In jedem Fall bleibt das Dungeon einer der wenigen Orte in Berlin, an dem man im Hochsommer angstvoll frieren kann. Weitere spannende Details: Nach aktueller Recherche wurde das Thema Exorzismus in den letzten Jahren immer wieder auch gesellschaftlich hinterfragt, etwa hinsichtlich möglicher Psychotraumata bei den damals Betroffenen oder der heutigen medienwirksamen Darstellung. International flammen diese Debatten noch immer auf, vor allem wenn Sensationslust und echte Betroffenheit kollidieren.