Selenskyj bleibt Konferenz in Danzig fern: Ukraine-Premierin übernimmt

Wolodymyr Selenskyj lässt die internationale Wiederaufbaukonferenz in Danzig sausen – stattdessen übernimmt Premierministerin Swyrydenko das Ruder der ukrainischen Delegation.

heute 13:23 Uhr | 2 mal gelesen

Ziemlich still und leise wurde besiegelt, dass Selenskyj nicht nach Danzig fährt. Am Dienstag erklärte Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko in Kiew, sie selbst würde die Delegation der Ukraine auf dem Treffen leiten. Das Ereignis in Polen ist im internationalen Kalender schwergewichtig – es geht um nichts Geringeres als die Zukunft und Erneuerung des Landes. Swyrydenko kündigte an, es gäbe konkrete Jobs: Das ukrainische Team will auf verbindliche Ergebnisse drängen, nicht nur schöne Worte, sondern greifbare Unterstützung. Im Vordergrund stehen Verteidigung, Nachhaltigkeit und enger Schulterschluss mit westlichen Wirtschaftspartnern. Bemerkenswert ist, dass der ukrainische Präsident inmitten einer diplomatischen Schieflage mit Polen absagt: Die Namensgebung einer ukrainischen Einheit nach der umstrittenen UPA sorgt für Verstimmungen. Polen wirft der UPA vor, im Zweiten Weltkrieg für Massaker an zehntausenden Polen verantwortlich zu sein – eine offene Wunde. Der polnische Präsident Karol Nawrocki entzog Selenskyj den weißen Adlerorden, was prompt in Kiew Wellen schlug und auf beiden Seiten für Ärger sorgte. Was der Konferenz letztlich wichtiger sein wird – Pragmatismus oder politischer Zoff –, bleibt noch offen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bleibt der wichtigen Wiederaufbaukonferenz in Danzig fern – geführt wird die Delegation von Premierministerin Swyrydenko. Offiziell ist von strategischen Gründen die Rede: Es sollen konkrete Ergebnisse zur Verteidigung und wirtschaftlichen Stärkung der Ukraine erzielt werden. Im Hintergrund gärt jedoch ein schwerwiegender Konflikt mit Polen, ausgelöst durch den Verweis auf die UPA in der Geschichte – und mit politischen Folgen bis hin zum Entzug von Auszeichnungen. Aktuelle Recherchen betonen, wie angespannt das Verhältnis zwischen den Regierungen wirklich ist: Mehrere Medien berichten zudem, dass Polen die Zusammenarbeit mit der Ukraine grundsätzlich neu bewerten wolle, nachdem die Aktion mit der UPA weltweit Schlagzeilen gemacht hat. Daneben formiert sich auf der Konferenz eine neue Allianz von Unterstützerstaaten, die – trotz aller diplomatischen Störgeräusche – neue Investitionen und Hilfen ankündigen. Währenddessen laufen in der Ukraine selbst Proteste gegen Vorbehalte ausländischer Partner, dass Gelder zu langsam oder ineffizient eingesetzt würden (vgl. FAZ, Zeit Online, Deutsche Welle).

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