Henning Höne bleibt bei Bewerbung um FDP-Vorsitz trotz Kubicki-Kontrahenz

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef Henning Höne will weiterhin als Bundesvorsitzender der Liberalen kandidieren, obwohl sich auch der langjährige Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki bewirbt. Im WDR betonte er, dass seine Kandidatur keine Reaktion auf bestimmte Personen sei, sondern dem Aufbruch der Partei diene.

heute 07:51 Uhr | 1 mal gelesen

Ein klarer Schnitt sei nötig, meint Höne. Die FDP stecke fest – seit dem Einstieg in die Ampel wolle der Neuanfang einfach nicht zünden. Dafür brauche es, so Höne, nicht nur neue Ideen, sondern schlicht und ergreifend frische Gesichter. Das versuche er anzubieten. Er hält wenig von Machtkampf-Rhetorik: "Nur weil mal mehr als ein Name auf dem Zettel steht, ist das doch keine grimmige Kampfkandidatur!" Überhaupt, so gibt er zu bedenken, sei eine echte Wahl das Mindeste, was man in einer Partei erwarten sollte. "Nicht jedes Mal, wenn jemand Neues auftaucht, ist gleich Krise angesagt." Zu Kubickis Vorteil, weil er erfahrener und bestens vernetzt sei, sagt Höne lakonisch: "Sicher, Erfahrung zählt – aber das allein führt nicht in die Zukunft." Gerade nach dem Wahldesaster sollte man mutig genug sein, neue Wege und Köpfe zuzulassen. "Bekanntheit fällt einem eben nicht in den Schoß. Jeder, den man kennt, hat sich das auch erarbeitet." Ein bisschen Leichtsinn, vielleicht, aber auch ein gutes Stück Ehrgeiz – und ja, eine Portion Trotz. Warum nicht einfach mal anders machen?

Höne bleibt unbeirrt bei seiner Bewerbung für den Bundesvorsitz der FDP, selbst nachdem Kubicki ins Rennen gegangen ist. Zwar wird oft über Machtkämpfe innerhalb der Partei gesprochen, doch Höne sieht seine Kandidatur als demokratisch notwendige Auswahl und betont, dass gerade jetzt nach der Schlappe bei der Bundestagswahl etwas Neues und Unverbrauchtes gefragt ist. Erfahrungen sind nützlich, aber er fordert Mut zur Erneuerung und eine gesunde Portion Aufbruchsgeist. Aktuelle Artikel aus verschiedenen Medien berichten davon, dass die FDP nach der Wahlniederlage mit massiver Unsicherheit ringt, wobei sich innerparteilich zunehmend Konfliktlinien zwischen jüngeren und etablierten Kräften herausbilden. Neueste Berichte aus Spiegel und FAZ heben hervor, wie umstritten die künftige Positionierung der FDP ist, und analysieren, weshalb ein echter Neuanfang bisher auf sich warten ließ.

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