Christoph Heusgen verteidigt die frühere Ausladung der AfD von der Münchner Sicherheitskonferenz mit zwei wesentlichen Argumenten: Erstens habe die AfD durch ihr Verhalten bei der Rede von Präsident Selenskyj gezeigt, dass sie gar keinen konstruktiven Dialog sucht. Zweitens, und das wiegt für Heusgen noch schwerer, sieht er in der historischen Verantwortung der Konferenz – gegründet von einem Mitglied des Widerstands gegen Hitler – einen klaren Grund, eine in Teilen rechtsextreme Partei nicht einzuladen. Neue Recherchen zeigen zudem, dass das Vorgehen in politischen und gesellschaftlichen Kreisen weiterhin kontrovers diskutiert wird, wobei einige auf die Bedeutung eines möglichst breiten Dialogs pochen, während andere die klare Abgrenzung gegen Rechtsextremismus begrüßen. Inzwischen zeigte sich Heusgens Nachfolger offener für Teilnahme der AfD, was die Debatte weiter anheizt.