Die neueste Forsa-Befragung zeigt, dass eine solide Mehrheit der Bundesbürger einen militärischen Beistand für Dänemark bei einem (wenn auch theoretischen) US-Angriff auf Grönland befürwortet. Wähler der Grünen, der Union, der Linken und der SPD sind dabei überdurchschnittlich solidarisch, während Afd-Anhänger eher skeptisch bis ablehnend reagieren. Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen in der Arktis – übrigens auch durch faktisch zunehmende US-Präsenz und chinesisches Interesse – rückt die Frage nach Bündnistreue und Verteidigungsbereitschaft in Deutschland deutlicher ins öffentliche Blickfeld, wie aktuelle Medienberichte betonen. In den letzten 48 Stunden hat die Presse kaum über einen US-Angriff auf Grönland berichtet, jedoch nehmen Diskussionen rund um NATO-Bündnissolidarität, geopolitische Ambitionen in der Arktis und den Stellenwert von Allianzen in deutschen Umfragen immer mehr Raum ein. Zahlreiche Experten warnen davor, die Arktis als konfliktfreie Zone zu unterschätzen, weil Ressourceninteressen und strategische Positionen zunehmend betont werden. Auch in aktuellen Leitartikeln wird die Notwendigkeit einer abgestimmten europäischen Verteidigungspolitik herausgestellt, insbesondere im Hinblick auf mögliche außenpolitische Überraschungen.