Höne strebt FDP-Vorsitz an: Kubicki als potenzieller Stellvertreter im Blick

Henning Höne, der um den Bundesvorsitz der FDP wirbt, bekundet seine Bereitschaft, im Falle eines Erfolgs Wolfgang Kubicki als Vizeparteichef einzubinden.

heute 17:59 Uhr | 4 mal gelesen

„Falls mir das Vertrauen für den Parteivorsitz ausgesprochen wird, würde ich es begrüßen, wenn Wolfgang Kubicki als mein Vize das Führungsteam komplettiert“, betonte Höne gegenüber dem 'Spiegel'. Für Höne stehe fest: Kubicki trage entscheidende Bedeutung für die Partei und solle weiterhin eine prominente Rolle einnehmen – völlig unabhängig von den Machtverhältnissen nach der Wahl. Auch jetzt, so Höne, verbinde die Kontrahenten ein sportlicher, fairer Wettbewerb, begleitet von regelmäßigem Austausch – mal sachlich, mal mit einem Augenzwinkern. Es klingt fast versöhnlich und lässt zugleich Raum für Zweifel: Wie offen werden interne Machtspiele tatsächlich geführt? Abseits der offiziellen Statements erzählt so ein Satz oft mehr als ein Parteitag voller Reden – und hinter den Kulissen wird erfahrungsgemäß deutlich härter gerungen.

Höne will im Falle eines Wahlsiegs an der FDP-Spitze Wolfgang Kubicki als stellvertretenden Parteivorsitzenden in sein engstes Team holen und betont dessen Bedeutung für die Partei. Die FDP steht derzeit vor innerparteilichen Machtverschiebungen, da die Führungsspitze im Kontext schwindender Umfragewerte und Debatten um die Regierungsbeteiligung besonders unter Druck steht. Interessant ist, dass Kubicki selbst in den Medien zuletzt andeutete, er könne sich durchaus einen Verbleib im Parteivorstand vorstellen, unabhängig davon, ob er selbst die Führung übernimmt – und damit ein Signal für mehr Geschlossenheit sendet. In aktuellen Berichten (z.B. SZ, FAZ, Zeit) wird hervorgehoben, dass das innerparteiliche Klima angespannt bleibt und viele Augen darauf gerichtet sind, wie sich das Machtgleichgewicht nach der Wahl verschieben wird. Hinzu kommt, dass sich die FDP einem wachsenden Spagat zwischen Regierungsverantwortung und Profilierung als liberale Opposition gegenübersieht, was Konfliktpotenzial für die künftige Führungsriege birgt.

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