Es ist fast selten geworden, dass politische Entwicklungen so offen und hoffnungsvoll kommentiert werden: Nach dem Antrittsbesuch von Péter Magyar, dem frisch gewählten ungarischen Premier, zeigte sich Friedrich Merz ungewohnt optimistisch. Für viele Menschen in Ungarn, so Merz, sei Magyar aktuell geradezu ein Symbol für einen frischen Wind – jemand, auf den die Leute setzen. "Sie haben ihm einen eindeutigen Auftrag mitgegeben", sagte der Kanzler, nicht ohne zu betonen, dass damit auch die Werte von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Ungarn aufgefrischt wirken. Merz geht offenbar davon aus, dass Magyar das Land politisch stärker in Richtung einer europäischen Mitte bewegen kann – ein klarer Wink an die Zeiten, in denen es diplomatisch eher frostig zuging. Etwas überschwänglich, aber wohl auch politisch kalkuliert, versprach Merz dann Unterstützung aus Berlin. Man werde alles daran setzen, so der Kanzler, dass dieser Neustart gelingt. Auch seine eigene Beteiligung stellte er in Aussicht – als Mitstreiter für ein geeintes Europa.
Friedrich Merz zeigte sich nach Péter Magyars Amtsübernahme als ungarischer Ministerpräsident ungewöhnlich optimistisch und sprach von einem echten Umbruch im Verhältnis zwischen beiden Ländern. Der Kanzler betonte, dass Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Ungarn durch Magyar neuen Rückenwind bekämen, und sicherte volle Unterstützung der Bundesregierung zu. Aktuelle weitere Stimmen aus deutschen und internationalen Medien zeigen, dass die Wahl Magyars auch in Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten als Signal für mehr Offenheit und künftige Kooperation gesehen wird; einige Beobachter bleiben freilich vorsichtig und erinnern an die weiterhin bestehenden Herausforderungen im ungarischen Justizwesen und Medienbereich.