In der aktuellen Debatte rund um den Boom der Künstlichen Intelligenz zeigt sich Infineon-Chef Jochen Hanebeck erstaunlich gelassen – oder vielleicht auch einfach nur überzeugt: „KI bleibt ein echter Gamechanger, das geht nicht so schnell vorbei“, sagte er der Süddeutschen. Das Bedürfnis nach immer mehr Rechenleistung ist laut Hanebeck enorm, die Nachfrage nach Rechenzentren befeuere den Absatz von Halbleitern. Und das spiegelt sich: Der Kurs der Infineon-Aktie hat sich zuletzt förmlich verdoppelt, mit Prognosen, die alles andere als pessimistisch klingen. Hanebeck formuliert es fast schon kämpferisch: Bis zu 40 Prozent will Infineon vom weltweiten Markt für Leistungshalbleiter in KI-Zentren für sich beanspruchen – ein selbstbewusstes Ziel, keine Frage.
Übrigens: Nächste Woche wird in Dresden ein neues Werk eingeweiht – fünf Milliarden Euro Investition, getrieben von dem Glauben, dass das „Timing kaum besser hätte sein können“. Erwähnenswert ist auch, dass Hanebeck an Deutschland als Fertigungsstandort festhält. Nicht aus reiner Strategie, sondern durchaus mit einer Portion Patriotismus: Ein starker, stabiler Chipstandort stärke Europas Unabhängigkeit und die Risikostreuung. „Kunden wünschen sich zunehmend Lieferungen aus Europa“, meint er. Und noch eine Randnotiz, fast wie aus dem Off gesprochen: In einigen Bereichen ist die europäische Halbleiterindustrie längst überzeugender, als viele annehmen.
Infineon bleibt beim KI-Boom optimistisch und setzt alles auf weiteres Wachstum. Mit der neuen Fabrik in Dresden und einer Investition von fünf Milliarden Euro untermauert der Konzern seine Ambitionen, ein führender Akteur im internationalen Chipmarkt – speziell für Künstliche Intelligenz – zu werden. Hanebeck pocht dabei nicht nur auf wirtschaftliche Argumente, sondern spricht auch dem Standort Deutschland eine strategische und emotionale Bedeutung zu.
Neuere Entwicklungen: Ein aktueller Artikel der "Süddeutschen" berichtet, dass die Einweihung der neuen Fabrik von Bundeskanzler Olaf Scholz begleitet wird, was die hohe politische Bedeutung des Chipstandorts Deutschland unterstreicht. Das Thema Dekarbonisierung spielt aktuell auch bei Infineon eine große Rolle: Vor allem energieeffiziente Chips für E-Mobilität und erneuerbare Energien stehen im Fokus. Die Wirtschaftspresse diskutiert außerdem, wie Investitionen wie die von Infineon als Paradebeispiel für Europas Plan dienen, unabhängiger von asiatischen Chipmärkten zu werden.