Seit mehreren Jahren dümpelt die deutsche Wirtschaft auf schwachem Niveau – das gewohnte Wohlstandsmodell gerät zunehmend ins Wanken. Vor allem hausgemachte Probleme wie hohe Bürokratiekosten, mangelnde Investitionen und der stete Fachkräftemangel lasten schwer, während gleichzeitig geopolitische Unsicherheiten und hohe Energiepreise den Aufschwung abwürgen. Bei Maybrit Illners aktueller Runde wird nicht nur nach Verantwortlichen oder einfachen Schuldzuweisungen gesucht, sondern nach grundsätzlichen Wegen aus der Stagnation: Einigkeit herrscht darüber, dass es ohne Zumutungen nicht gehen wird – und ein echtes Innovationsklima, umfassende Verwaltungsreformen sowie eine Wende bei Bildung und Fachkräfteeinwanderung dringend nötig sind. Neue Recherchen zeigen, dass die Debatte um die deutschen Wachstumsprobleme aktuell viele Diskussionsforen dominiert: In den letzten 48 Stunden berichteten mehrere große Medien über den Dissens zwischen Ampel und Opposition zum Thema Schuldenbremse und Staatsausgaben, über die schleppende Umsetzung von Entbürokratisierungsmaßnahmen sowie über die anhaltende Unzufriedenheit der Industrie mit der Standortpolitik. Nicht selten taucht dabei die Forderung auf, neben fiskalischen Stellschrauben endlich auch Innovation, Digitalisierung und Offenheit gegenüber neuen Technologien (besonders im Energiesektor) zum Kern deutscher Wirtschaftspolitik zu machen. Parallel wachsen allerdings auch die sozialen Spannungen – viele Bürger fürchten, dass Sparkurse und nötige Anpassungen den Mittelstand und die Schwachen am meisten treffen werden.
heute 16:51 Uhr