Leichter Umsatzeinbruch im deutschen Dienstleistungsbereich

Im November 2025 fiel der Umsatz im Dienstleistungsbereich Deutschlands geringfügig: Kalender- und saisonbereinigt sanken die Einnahmen real um 0,4 % und nominal um 0,3 % im Vergleich zum Vormonat.

heute 08:06 Uhr | 3 mal gelesen

Schaut man auf den Vergleich zum November des Vorjahres, so ergibt sich dennoch ein etwas anderes Bild: Der Umsatz im deutschen Dienstleistungssektor, das meldete das Statistische Bundesamt am Donnerstag basierend auf vorläufigen Zahlen, erhöhte sich real um 0,6 % und nominal um immerhin 2,5 %. Spannend: Besonders deutlich war der Umsatzeinbruch bei den sogenannten ‚sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen‘ — darunter Dinge wie Maschinenvermietung oder Personalvermittlung — mit einem Minus von 1,4 %. Das Immobiliengeschäft (inklusive Wohnungsmärkte) leidet ebenfalls und meldete einen Rückgang um 1,3 %. Noch relativ stabil zeigten sich die freiberuflichen, wissenschaftlichen sowie technischen Dienstleister (minus 0,4 %) und auch Transport & Logistik verzeichneten nur einen minimalen Einbruch von 0,1 %. Einziger kleiner Lichtblick: Im Segment Information und Kommunikation gab es mit einem Mini-Plus von 0,1 % einen zarten Hoffnungsschimmer. Ob das eine Trendwende andeutet, bleibt abzuwarten.

Die Umsätze im deutschen Dienstleistungssektor sind im November 2025 leicht gesunken, wobei vor allem wirtschaftsnahe Dienstleistungen und das Immobiliengeschäft unter Druck geraten sind. Gleichzeitig hält sich die Entwicklung im Jahresvergleich positiv, was vermutlich auch an der anhaltenden Nachfrage in Teilbereichen wie IT und Kommunikation liegt. Derzeit blicken viele Unternehmen dennoch mit gemischten Gefühlen in die Zukunft, denn Unsicherheiten etwa durch geopolitische Entwicklungen, Fachkräftemangel oder eine insgesamt gedämpfte Investitionsbereitschaft machen Prognosen schwierig. Laut taz wächst die Sorge über stagnierende Unternehmensinvestitionen in Deutschland durch schwächelnde Dienstleistungsbereiche, während die FAZ berichtet, dass die schleppende Nachfrage nach wirtschaftsnahen Dienstleistungen vor allem kleinere Betriebe stark belastet. Nach Informationen von Spiegel.de legt der Gesamtmarkt zwar leicht zu, viele Unternehmen klagen jedoch über steigende Kosten und fehlende Planungssicherheit. Außerdem sind die Auftragsbücher vieler Dienstleister weniger prall gefüllt als noch vor einigen Monaten, eine Entwicklung, die Experten mit Unsicherheiten hinsichtlich der Zinsentwicklung und internationalen Lieferketten in Zusammenhang bringen.

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