Die Forderung der Linken, winterliche Zwangsräumungen sowie Stromsperren einzuschränken, gewinnt angesichts der steigenden Zahlen betroffener Haushalte an Dringlichkeit. In Deutschland wurde 2024 ein neuer Höchststand bei Zwangsräumungen und Stromabschaltungen verzeichnet – die Ursachen reichen von gestiegenen Miet- und Energiepreisen über ausbleibende Sozialleistungen bis hin zu strukturellen Defiziten im Wohnungsmarkt. Stimmen aus Sozialverbänden und der Politik fordern schon länger Reformen, darunter einen besseren Kündigungsschutz im Winter und eine gesetzlich garantierte Grundversorgung an Strom – ähnlich wie etwa in Frankreich, wo winterliche Energiesperren bereits verboten sind. In aktuellen Debatten betonen Expert:innen, dass Unsicherheit beim Wohnen und Energiezugang nicht nur Existenzängste schürt, sondern Kinder in ihrer Bildung und Gesundheit besonders gefährdet. Damit rücken Themen wie soziale Gerechtigkeit, Wohnraumschutz und Energiesicherheit verstärkt ins Rampenlicht. Zahlreiche Initiativen schlagen Hilfsfonds oder Deckelungen der Preise für besonders verletzliche Gruppen vor. Parallel wächst der Druck auf Regierung und Vermieter:innen, sich an europäischen Vorbildern zu orientieren und bestehende Lücken im Schutzsystem zu schließen.
06.01.26 22:17 Uhr