Die deutsche Automobilindustrie steht unter erheblichem Druck durch steigende Kosten, Regularien und internationale Konkurrenz. VDA-Präsidentin Hildegard Müller fordert deshalb deutliche Entlastungen durch geringere Steuern, niedrigere Energiepreise sowie eine echte Reduzierung der Bürokratie. Besonders angesichts der Diskussion um Verbrenner-Aus und technologischen Wandel sieht Müller nur dann eine Zukunftsfähigkeit der Branche in Deutschland, wenn Politik tatsächlich technologieoffen agiert – das heißt: Alle Antriebsarten, die klimafreundlich und effizient sind, müssen ermöglicht werden, statt alles auf einen Antrieb festzunageln. Nach aktuellem Stand (Juni 2024) dominieren in der Politik weiterhin kontroverse Debatten um die richtige Strategie für Deutschlands Schlüsselindustrie. Hinzu kommt, dass innerhalb der Ampel-Koalition Uneinigkeit herrscht: Während Wirtschaftsminister Habeck verstärkte Förderung klimafreundlicher Produktion anstrebt, pochen FDP und Union eher auf Technologiefreiheit und Steuererleichterungen. Die Europaebene erschwert die Lage, weil die geplanten Regeln zum Verbrenner-Aus – bei aller Öffnung für E-Fuels – in der Praxis viele Hürden für neue Technologien setzen. Wirtschaftsverbände wie der VDA drängen aktuell mit einer gemeinsamen Initiative auf konkrete Nachbesserungen bei Steuer- und Energiekosten sowie einfachere Genehmigungsverfahren.