Es kommt selten vor, dass jemand wie Mario Adorf die Fernsehlandschaft derart prägt – und gerade jetzt, wo er eine letzte große Bühne erhält, wirkt es fast wie der sprichwörtliche Vorhang. In der Nacht auf den 10. April gibt’s eine Art langen Abschied: Der TV-Zweiteiler "Der letzte Patriarch", mit Adorf in der Hauptrolle, wird gezeigt. Am Samstag, 11. April, folgt am Nachmittag der Streifen „Einmal Sohn, immer Sohn“. Hier spielt Adorf neben bekannten Namen wie Christiane Hörbiger und Sebastian Bezzel und sorgt mit seinem augenzwinkernden Charme fast beiläufig dafür, dass aus Nebenrollen Hauptrollen werden.
Doch damit nicht genug: Wer tiefer eintauchen will ins Adorf-Universum, findet in der ARD Mediathek eine Menge weiterer Klassiker und Serien, darunter die legendäre Satire „Kir Royal“, „Der Liebling des Himmels“, „Altersglühen“ sowie die dreiteilige Reihe „Heimatmuseum“. Alles zu entdecken unter der Rubrik „Filme“ – es lohnt sich garantiert, mal wieder reinzuzappen. Klein am Rande: Bei der ARD-Presse kann man weitere Infos anfordern, aber ehrlich gesagt – ein Blick in die Mediathek sagt manchmal mehr als tausend Pressemeldungen.
Nach dem Tod von Mario Adorf hat die ARD ihr Programm angepasst, um die Schauspiellegende gebührend zu ehren. Neben einer abendlichen Nachruf-Dokumentation und mehreren Adorf-Filmen im linearen TV, darunter die Produktionen "Der letzte Patriarch" und "Einmal Sohn, immer Sohn", steht in der ARD Mediathek ein umfangreiches, kuratiertes Paket mit Adorfs Werken bereit. Zahlreiche seiner prägendsten Rollen, wie die in „Kir Royal“, sind hier verfügbar – ein vermutlich einmaliger Querschnitt durch mehrere Jahrzehnte deutschsprachiger Film- und Fernsehgeschichte. Weitere Details zur Würdigung Adorfs finden sich laut Süddeutscher Zeitung in der großen Vielfalt seines Rollenrepertoires und seiner kulturellen Bedeutung, die bundesweit hervorgehoben wurde. Die FAZ berichtet aus Adorfs Karriere über seine Gratwanderung zwischen Identifikationsfigur und Charakterdarsteller; aktuelle Berichte verweisen zudem auf Adorfs Einfluss auf nachfolgende Schauspielgenerationen und die emotionale Anteilnahme in Medien und Öffentlichkeit.