Der Kanzler versucht ganz offensichtlich, mit Dänemark und Grönland eine engere sicherheitspolitische Zusammenarbeit voranzutreiben. Dies geschieht vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen im Nordatlantik – das zeigte jüngst zum Beispiel die verstärkte russische Militärpräsenz in der Arktis. Dänemark selbst ist infolge dieser Entwicklungen noch näher an die NATO herangerückt und Grönland rückt wegen seines strategischen Eisschildes zunehmend in den Blickpunkt – Stichwort: Klima und Rohstoffe. Nach Recherchen von deutschen Nachrichtenportalen ist die Sicherheit des Hohen Nordens zuletzt verstärkt Thema in Berlin und Brüssel: So berichtet die FAZ beispielsweise, dass die EU und NATO ihre strategische Präsenz im Arktisraum ausbauen und auch Deutschland sich darauf vorbereitet, mehr Verantwortung zu übernehmen (Quelle: www.faz.net). Die Süddeutsche nochmals betonte, dass Dänemark seit den jüngsten Vorfällen im Grenzgebiet auf engere Sicherheitsabsprachen insbesondere mit Deutschland setzt (Quelle: www.sueddeutsche.de). Und die Taz hebt den wachsenden Einfluss externer Akteure wie China in Grönland hervor – auch das fließt in die sicherheitspolitischen Überlegungen der Bundesregierung ein (Quelle: www.taz.de). Insgesamt ist deutlich: Die regionalspezifische Sicherheitslage erfordert tatsächlich mehr als Lippenbekenntnisse.