Merz fordert genauere Informationen zu Selenskyjs Treffen mit Trump

Friedrich Merz (CDU) möchte vom ukrainischen Präsidenten direkte Einblicke in die geplanten Gespräche mit Donald Trump – und fordert klare Auskünfte.

27.12.25 20:33 Uhr | 68 mal gelesen

Angeblich meldete sich Friedrich Merz persönlich bei Wolodymyr Selenskyj und bat diesen, alle verfügbaren Details zum bevorstehenden Gespräch mit Donald Trump offenzulegen. Wie Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte, hat Selenskyj am Samstagabend eine kleine Runde – die sogenannte Berlin-Gruppe, bestehend aus Regierungschefs aus Europa und Kanada sowie Repräsentanten der EU und Nato – über den Stand der Friedensverhandlungen vorab informiert. Dabei wurde gegenseitige Unterstützung bekräftigt, auch das Bekenntnis zu enger Abstimmung mit den USA tauchte, wenig überraschend, wieder auf. Ausführlicheres bleibt zunächst unter Verschluss, was angesichts der politischen Vorsicht verständlich ist. Man munkelt, Selenskyj werde Trump auf dessen Anwesen Mar-a-Lago besuchen – ein Ort, der wohl selten als Bühne für tragende Friedensinitiativen diente. Kurios am Rande: Ein Abstecher nach Kanada ist angeblich ebenfalls geplant. Was genau besprochen wird, darüber lässt sich bislang nur rätseln.

Im Kern verlangt Friedrich Merz von Wolodymyr Selenskyj, aus erster Hand über die Planungen rund um das Treffen mit Donald Trump informiert zu werden, da die Ukraine mit einer überarbeiteten Friedensinitiative die internationale Dynamik neu sortieren könnte. Kurz vor dem Trump-Termin hielt Selenskyj offenbar einen Koordinations-Call mit westlichen Führungspersönlichkeiten ab, bei dem Unterstützung zugesichert, aber keine Details verraten wurden. Die internationale Politik bleibt angespannt, da sich die Konfliktparteien auf mögliche neue Verhandlungen einstellen, und ein einfaches, rasches Ergebnis ist nicht in Sicht. Weitere Recherche ergab, dass Selenskyjs Reise in westliche Staaten – insbesondere nach Kanada und in die USA – von verschiedenen Medien aufmerksam verfolgt wird. Laut taz wird Selenskyjs Diplomatie mit Skepsis betrachtet, da nicht klar ist, ob Trump real zu Zugeständnissen bereit wäre (Quelle: taz). Die Süddeutsche berichtet, dass sich die Ukraine wegen schwankender US-Politik auf eine schwierige Gesprächsatmosphäre mit Trump vorbereitet, und westliche Partner vorsichtig optimistisch bleiben (Quelle: Süddeutsche). Spiegel Online hob hervor, dass verschiedene Staatschefs – und nicht nur Merz – neuen Druck auf Selenskyj ausüben, transparente Verhandlungsfortschritte und klare Strategien einzufordern, gleichzeitig aber kaum handfeste Vorschläge vorliegen (Quelle: Spiegel).

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