Die geplatzte Kandidatur Deutschlands für den UN-Sicherheitsrat hat grundsätzliche Zweifel am diplomatischen Kurs der Bundesregierung geweckt. Luise Amtsberg von den Grünen fordert, nicht nur Versäumnisse wie mangelnden diplomatischen Dialog oder die umstrittene Nahostpolitik zu beleuchten, sondern auch Fehler bei strategischen Kooperationen und Fahrplanabweichungen, etwa das Fernbleiben des Kanzlers bei wichtigen internationalen Foren, kritisch einzuschätzen. Recherchen zeigen, dass international vor allem Deutschlands Rolle im Nahost-Konflikt, die Haltung zu Russland sowie die generelle Abkehr von multilateralen Prozessen häufiger Gegenstand der Debatte sind. Hinzu kommt der Eindruck, dass Deutschland außenpolitisch oft zu sehr auf Selbstvergewisserung statt auf Partnerschaft setzt. In den letzten Tagen kommentierten viele deutsche Leitmedien die steigende Skepsis gegenüber der außenpolitischen Glaubwürdigkeit Deutschlands, sowohl was die Krisenkommunikation als auch die diplomatische Präsenz auf globaler Bühne betrifft.
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