Die Finanz Informatik, bereits etablierter Anbieter im Sparkassenumfeld, baut mit der NBank als Neukundin ihren Einfluss im Segment der Förderbanken weiter aus. Die geplante, umfangreiche IT-Lösung soll nicht nur zentrale Geschäftsprozesse vereinfachen, sondern auch die Anbindung an die Ende der 2020er anstehende EU-Förderperiode erleichtern – ein strategisch entscheidender Faktor. Im Branchenumfeld wird betont, dass moderne, interoperable IT-Lösungen immer häufiger den Ausschlag bei der Vergabe öffentlicher Bankdienstleistungen geben; insbesondere, da Förderbanken wachsenden regulatorischen und kundenorientierten Herausforderungen gerecht werden müssen. Laut mehreren Medien (u.a. FAZ, Zeit, taz) spüren deutsche Förderbanken angesichts wachsender Digitalisierungs- und EU-Anforderungen einen wachsenden Druck, ihre IT-Landschaften zu erneuern und mit flexiblen Systemen auf neue Förderprogramme reagieren zu können. Auch die NBank erhofft sich von der Umstellung, interne Prozesse zu verschlanken, den Zugang für Antragstellende zu erleichtern und die Effizienz durch Automatisierung und Integration zu steigern. Ergänzend wird immer wieder kritisiert, dass bei öffentlichen IT-Projekten Nachbesserungsbedarf besteht – die Gefahr von Kostensteigerungen oder Verzögerungen bleibt bestehen. Dennoch sieht man in der Digitalisierung von Förderbanken einen zentralen Hebel für die schnellere und transparentere Verteilung öffentlicher Gelder.