Neue Gesamtbanklösung: NBank vertraut auf Technologie von Finanz Informatik

Frankfurt – Die Finanz Informatik erweitert ihr Kundenportfolio: Nach erfolgreicher Ausschreibung hat sich nun auch die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) für das OSPlus-System entschieden. Mit einem speziell auf Förderbanken zugeschnittenen IT-Paket – von zentraler Datenverwaltung bis spezifischen Nutzerportalen – übernimmt Finanz Informatik auch die technische Betriebsverantwortung. Die Partnerschaft ebnet der NBank den Weg, ihre Förderarbeit künftig flexibler und effizienter zu gestalten.

heute 10:33 Uhr | 3 mal gelesen

Wer heute öffentliche Gelder verteilt, kommt an ausgeklügelten IT–Lösungen nicht vorbei – das weiß auch die NBank. Um ihre Förderung zeitgemäß, schneller, aber auch nachhaltiger zu handhaben, setzt die niedersächsische Landesbank jetzt auf ein umfassendes Gesamtbanksystem der Finanz Informatik. Deren Angebot überzeugte im Auswahlprozess vor allem durch das maßgeschneiderte Projekt- und Betriebskonzept. Die für 2028 geplante Inbetriebnahme eines neuen Kundenportals scheint, mit Blick auf die kommende EU-Förderperiode, beinahe perfekt getimt. Schritt für Schritt soll das System ausgerollt werden – die Komplettintegration ist für 2029/2030 geplant. Laut NBank-Vorständin Sonja Schwarz wird dadurch der Draht zu Förderkunden direkter und Abläufe werden schlanker. Für die Finanz Informatik, die bereits mit anderen Förderbanken arbeitet, ist das ein Ausbau ihrer Marktstellung. Man darf gespannt sein, wie viel Bürokratie sich tatsächlich digital erledigen lässt; oft klemmt es gerade bei großen IT-Projekten an der Umsetzung. Aber diesmal klingt der Fahrplan recht konkret.

Die Finanz Informatik, bereits etablierter Anbieter im Sparkassenumfeld, baut mit der NBank als Neukundin ihren Einfluss im Segment der Förderbanken weiter aus. Die geplante, umfangreiche IT-Lösung soll nicht nur zentrale Geschäftsprozesse vereinfachen, sondern auch die Anbindung an die Ende der 2020er anstehende EU-Förderperiode erleichtern – ein strategisch entscheidender Faktor. Im Branchenumfeld wird betont, dass moderne, interoperable IT-Lösungen immer häufiger den Ausschlag bei der Vergabe öffentlicher Bankdienstleistungen geben; insbesondere, da Förderbanken wachsenden regulatorischen und kundenorientierten Herausforderungen gerecht werden müssen. Laut mehreren Medien (u.a. FAZ, Zeit, taz) spüren deutsche Förderbanken angesichts wachsender Digitalisierungs- und EU-Anforderungen einen wachsenden Druck, ihre IT-Landschaften zu erneuern und mit flexiblen Systemen auf neue Förderprogramme reagieren zu können. Auch die NBank erhofft sich von der Umstellung, interne Prozesse zu verschlanken, den Zugang für Antragstellende zu erleichtern und die Effizienz durch Automatisierung und Integration zu steigern. Ergänzend wird immer wieder kritisiert, dass bei öffentlichen IT-Projekten Nachbesserungsbedarf besteht – die Gefahr von Kostensteigerungen oder Verzögerungen bleibt bestehen. Dennoch sieht man in der Digitalisierung von Förderbanken einen zentralen Hebel für die schnellere und transparentere Verteilung öffentlicher Gelder.

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