Eigentlich war es fast zu erwarten – und dennoch ist es ein kleines Signal mit großer Strahlkraft: Die öffentlich-rechtlichen Sender aus Schweden, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Flandern/Belgien, den Niederlanden und Deutschland haben sich entschieden, ihr Seriendeal-Experiment "New8" bis mindestens 2029 weiterlaufen zu lassen. Der Kooperationsrahmen erweitert sich dabei sogar: Noch enger verzahnt, noch offener für gemeinsame Themen und Stoffentwicklung. Jasmin Maeda vom ZDF bringt es auf den Punkt: So eine Zusammenarbeit setzt kreative Energien frei, die man als Einzelkämpfer nie organismisch ans Licht holen würde. Immerhin: Produktionen wie "Cum-Ex Affair" oder "Elixir" haben nicht nur beeindruckende Preise eingeheimst, sondern – vor allem via Mediathek – auch europäisches Publikum erreichten, das normalerweise schwer zu begeistern ist. Was ich dabei spannend finde: Künftige Schwerpunkte der Partnerschaft liegen weiterhin auf gesellschaftlich knisternden Fragen – Integration, Chancengleichheit, Identität. Da schwingt auch ein politisches Statement gegen beliebige Mainstream-Ware aus Übersee mit. Serien wie "After Benjamin", "Stenbeck" oder "Push" suchen gezielt nach neuen Perspektiven und erzählen Geschichten, die im Gewöhnlichen kaum Gehör fänden. Und manchmal braucht es ja gerade dieses Wagnis, um Dinge zu bewegen – vielleicht sogar vor der eigenen Haustür.
Pressematerial gibt es via ZDF-Kommunikation, kürzere Wege und mehr Hintergründe erleben Sie beim durchklicken durch die LinkedIn-Seite des Senders. Wer sich auf Mediatheken und Streaming einlässt, merkt sofort: Hier entsteht Qualitätsfernsehen, das nicht glattgebügelt daherkommt. Bleibt die Hoffnung, dass solche Initiativen tatsächlich nachhaltiger werden und nicht an der Bürokratie einer Riesen-EU zerbröseln.
Die acht öffentlich-rechtlichen Senderpartner von "New8" – einem Bündnis unter Leitung von ZDF, SVT, DR, YLE, RÚV, NRK, VRT und NPO – setzen ihre beispiellose Zusammenarbeit fort, um europäische Serienlandschaften gemeinsam zu prägen. Schwerpunkte liegen weiterhin auf gesellschaftlich relevanten Stoffen wie Rassismus, sozialer Gerechtigkeit, Innovation und weiblicher Selbstermächtigung. Laut aktuellen Medienberichten gewinnt das Modell besonders vor dem Hintergrund erstarkender Streamingkonkurrenz und neuer Förderlandschaften deutlich an Relevanz: Etwa 14 Serienprojekte wurden seit 2023 realisiert, wobei die internationale Vermarktung zunehmend mitgedacht wird. Außerdem reflektieren Branchenbeobachter, dass die langfristige Verlängerung auch als strategisches Signal in Richtung von Unabhängigkeit und Innovationsstärke europäischer Narration gelesen werden kann. Die skandinavisch-mitteleuropäische Sendergruppe demonstriert damit, wie europäische Vielfalt journalistisch und künstlerisch produktiv gemacht werden kann.