NextGen Banking 2026: Wie junge Leute jetzt die Zukunft der Regionalbanken bestimmen

In Herrsching am Ammersee macht die Gesellschaft für Qualitätsprüfung ernst: Der frisch geschaffene "Young Finance Award" will Regionalbanken auf Herz und Nieren testen – immer mit Blick auf die Erwartungen junger Erwachsener. Dabei zeigt sich: Viele Institute sind schon auf dem richtigen Weg, aber Luft nach oben gibt es fast überall.

heute 08:35 Uhr | 1 mal gelesen

Über die Deutschen kursiert ja so mancher Stereotyp – besonders der des Sparweltmeisters, der jeden Cent zweimal umdreht. Vielleicht ist das wirklich so. Tatsächlich stehen viele junge Erwachsene heute vor einem Dschungel aus Bankangeboten, der für sie oft langweiliger und undurchsichtiger wirkt als ein spießiger Sonntagnachmittag auf dem Land. Girokonto als Lifestyle? Klingt erstmal verrückt. Trotzdem müssen gerade Banken um diese Generation buhlen – auch weil Neobanken und Fintechs mit coolem Auftreten und simpler Handhabung zur echten Konkurrenz werden. Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung hat herausgefunden: Wenn Regionalbanken die Jugend für sich begeistern wollen, reicht es nicht mehr, einfach nur freundlich im Schalterraum zu lächeln und Flyer zu verteilen. Mit dem neuen "NextGen Bank 2026"-Test (Teil des "Young Finance Awards") geht die Qualitätsprüfung aufs Ganze. Nicht mehr nur klassische Beratung zählt, sondern wie alltagstauglich, digital und lebensnah sich Banken wirklich zeigen – aus junger Perspektive. Zum Beispiel wurden die wichtigsten Kontaktpunkte, auf Neudeutsch "Touchpoints", nach Kriterien der nächsten Generation unter die Lupe genommen: Websites, Chat-Dialoge, Social-Media-Präsenz. Wer auf TikTok oder Instagram keinen Plan hat, landet schnell im Abseits. Überraschend: Einige Banken überraschen mit pfiffigen Angeboten und Info-Videos, andere bleiben steif im Bauspar-Jargon der 90er hängen. Ein bisschen schade, ehrlich gesagt. Bemerkenswert ist, dass der neue Test weniger auf altbackene Standards als vielmehr auf jugendorientierte Bedürfnisse schaut: Digitale Werkzeuge, verständliche Infos, maßgeschneiderte Services für Start ins Berufsleben, Studium und Co. Besonders ausprobiert wurde, wie gut die getesteten Banken junge Menschen online beraten und ob Social Media nicht nur für Stellenanzeigen, sondern tatsächlich als Service-Kanal genutzt werden. Wer hier richtig liefert, schafft Vertrauen und kann sich zurecht "NextGen Bank" nennen. Die Sieger dürfen jetzt das Gütesiegel tragen – und geben den Takt für die Zukunft vor. Das Ganze ist keine One-Man-Show: 236 Institute wurden gerankt, davon über 130 als echt stark bewertet. Die anderen? Tja, die müssen dieses Feedback sportlich nehmen und sich anstrengen. Zumindest bietet die Analyse ausführliche Ergebnisse und eine Positionierung nach Regionen, komplett nachzulesen online. Ein Wettbewerb, der hoffentlich niemanden auf den Lorbeeren ruhen lässt.

Die nächste Bankengeneration entsteht nicht am Reißbrett, sondern im Alltag der jungen Leute. Das zeigt der "NextGen Bank 2026"-Test, mit dem die Gesellschaft für Qualitätsprüfung erstmals ganz gezielt aus Sicht jüngerer Verbraucher prüft, wie fit Regionalbanken bei Beratung, Digitalangebot und Social Media wirklich sind. Fast die Hälfte der getesteten Banken erhält gute Noten – ein Zeichen, dass sich bereits viel bewegt, aber auch ein Auftrag, weiter couragiert auf Innovation und Dialog mit der jungen Zielgruppe zu setzen. Ergänzung aus aktueller Recherche: Laut einem Beitrag auf Spiegel.de sehen sich klassische Banken derzeit einem massiven Innovations- und Erwartungsdruck durch Digitalisierung und junge Kundengruppen ausgesetzt; sie reagieren mit einer Mischung aus digitalen Services und persönlicher Beratung, wovon besonders Hybridmodelle gefragt sind (Quelle: Der Spiegel). Auf Zeit.de ist zu lesen, dass sich junge Erwachsene oft an authentischen, digitalen Angeboten orientieren und Banken vor allem dann Vertrauen gewinnen, wenn sie auch komplexe Finanzthemen einfach erklären (Quelle: Die Zeit). Die Süddeutsche berichtet in einem aktuellen Artikel, wie Banken und Sparkassen in den sozialen Medien gezielt auf jugendnahe Kampagnen setzen und dabei verstärkt Influencer für Finanzbildung und Beratungsthemen einspannen (Quelle: Süddeutsche Zeitung).

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