Nur wenig Zweifel: Mehrheit sieht Berliner Regierung bis 2026 und darüber hinaus bestehen

Laut jüngster Umfrage rechnet mehr als die Hälfte der Deutschen damit, dass die aktuelle große Koalition nicht vorzeitig zerbricht.

30.12.25 00:03 Uhr | 66 mal gelesen

Manchmal blicken die Deutschen ja ganz gern skeptisch auf ihre Regierungen – aber diesmal scheint ein gewisser Optimismus vorzuherrschen. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag von 'Stern' ergab: 54 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die schwarz-rote Koalition (CDU/CSU und SPD) auch nach 2026 noch regiert. Es bleibt also ein Rest von Unsicherheit: 40 Prozent glauben nämlich, es kracht schon im kommenden Jahr. Nur 6 Prozent wollten oder konnten sich nicht festlegen – für Meinungsumfragen erstaunlich wenig, eigentlich.

Interessant ist, dass Anhänger von Union, SPD und Grünen ziemlich einmütig sind: jeweils knapp drei Viertel gehen von Stabilität aus. Bei der Linken ist etwas mehr Zurückhaltung zu spüren; noch skeptischer (wen wundert’s?) sind AfD-Fans: Lediglich 26 Prozent von ihnen glauben an die Langlebigkeit der Regierung, während satte 70 Prozent das Scheitern kommen sehen. Fast als würden sie hoffen, der Kelch möge noch schneller an ihnen vorübergehen. Forsa befragte dafür am 18. und 19. Dezember exakt 1000 Menschen quer durch die Republik. Auch wenn Umfragen ein bisschen nach Wetterbericht riechen: Ein kleiner Wert an Zuversicht tut derzeit ja vielleicht sogar ganz gut.

Die Analyse des Meinungsbilds zeigt derzeit eine überwiegende Erwartung von Stabilität, trotz gewisser politischer Spannungen im Land. Gerade in den letzten Tagen wurde in mehreren großen Medien über die künftige deutsche Regierung und mögliche Regierungsbrüche debattiert, etwa im Hinblick auf die parteiübergreifenden Herausforderungen beim Thema Migration, Haushaltspolitik und Klimaschutz, was wiederum die Skepsis in bestimmten Wählergruppen – besonders bei AfD-Anhängern – erklärt. Auch die Wechselstimmung in Teilen der SPD-Basis sowie Diskussionen um die Rolle der CDU unter Friedrich Merz spielen in die allgemeine Einschätzung hinein; tagesaktuelle Kommentare spiegeln zudem wider, dass viele Beobachter bei schwierigen Kompromissen zwar eine gewisse Hartnäckigkeit bemerken, aber eben auch – gerade mit Blick auf das Jahr 2026 – das klassische Hin-und-Her der großen Koalition für möglich halten.

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