Interessant ist, dass Anhänger von Union, SPD und Grünen ziemlich einmütig sind: jeweils knapp drei Viertel gehen von Stabilität aus. Bei der Linken ist etwas mehr Zurückhaltung zu spüren; noch skeptischer (wen wundert’s?) sind AfD-Fans: Lediglich 26 Prozent von ihnen glauben an die Langlebigkeit der Regierung, während satte 70 Prozent das Scheitern kommen sehen. Fast als würden sie hoffen, der Kelch möge noch schneller an ihnen vorübergehen. Forsa befragte dafür am 18. und 19. Dezember exakt 1000 Menschen quer durch die Republik. Auch wenn Umfragen ein bisschen nach Wetterbericht riechen: Ein kleiner Wert an Zuversicht tut derzeit ja vielleicht sogar ganz gut.
Die Analyse des Meinungsbilds zeigt derzeit eine überwiegende Erwartung von Stabilität, trotz gewisser politischer Spannungen im Land. Gerade in den letzten Tagen wurde in mehreren großen Medien über die künftige deutsche Regierung und mögliche Regierungsbrüche debattiert, etwa im Hinblick auf die parteiübergreifenden Herausforderungen beim Thema Migration, Haushaltspolitik und Klimaschutz, was wiederum die Skepsis in bestimmten Wählergruppen – besonders bei AfD-Anhängern – erklärt. Auch die Wechselstimmung in Teilen der SPD-Basis sowie Diskussionen um die Rolle der CDU unter Friedrich Merz spielen in die allgemeine Einschätzung hinein; tagesaktuelle Kommentare spiegeln zudem wider, dass viele Beobachter bei schwierigen Kompromissen zwar eine gewisse Hartnäckigkeit bemerken, aber eben auch – gerade mit Blick auf das Jahr 2026 – das klassische Hin-und-Her der großen Koalition für möglich halten.