Olaf Scholz wird mit Leo-Baeck-Medaille geehrt

Für sein Engagement rund um das jüdische Leben in Deutschland soll Olaf Scholz, Ex-Bundeskanzler und SPD-Politiker, die renommierte Leo-Baeck-Medaille erhalten.

heute 05:02 Uhr | 2 mal gelesen

Wie es heißt, wird Scholz den Preis des New Yorker Leo-Baeck-Instituts am 28. April überreicht bekommen; das berichtet der 'Tagesspiegel' in seiner Donnerstagsausgabe. Die Laudatio soll kein Geringerer als der frühere US-Außenminister Antony Blinken halten – was durchaus symbolträchtig scheint, wenn man das transatlantische Verhältnis betrachtet. David Marwell, Präsident des Instituts, betont, man wolle Scholz damit für sein Engagement für das jüdische Erinnern und die Unterstützung jüdischen Lebens in Deutschland auszeichnen. In der Vergangenheit wurden bereits Politiker wie Angela Merkel oder Bundespräsident Steinmeier mit der Leo-Baeck-Medaille geehrt, ebenso der frühere Außenminister Fischer. Das Institut selbst ist eine Einrichtung in New York, die ihre Wurzeln tief in der jüdischen Geschichte Mitteleuropas hat, noch aus Zeiten vor der Shoah. Große Teile der Sammlung sind digitalisiert und für Interessierte zugänglich – nicht schlecht in Zeiten, in denen Erinnerungskultur leicht zu Worthülsen verkümmert. Man wundert sich immer wieder, wie rasch ein paar Klicks 200 Jahre Geschichte in die eigenen vier Wände holen können.

Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz erhält die Leo-Baeck-Medaille als Auszeichnung für seine Unterstützung des jüdischen Lebens und das Eintreten für die Bewahrung deutsch-jüdischer Geschichte. Die feierliche Verleihung findet am 28. April in New York statt, mit dem früheren US-Außenminister Antony Blinken als Laudator – ein Zeichen für die internationale Bedeutung der deutsch-jüdischen Beziehungen. Das Leo-Baeck-Institut ist eines der wichtigsten Archive für mitteleuropäisch-jüdische Geschichte; im Lichte der aktuellen weltweiten Zunahme von Antisemitismus betont die diesjährige Verleihung auch ein Bekenntnis zur aktiven Erinnerungskultur und wird in Medien wie der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT als positives Signal für gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert. Zusätzliche Details nach aktueller Recherche: In zahlreichen Medien wurde in den vergangenen Tagen die Rolle Deutschlands im Umgang mit Antisemitismus erneut kritisiert, unter anderem nach Vorfällen in Berlin und Köln. Die Debatte rund um Scholz’ Auszeichnung hebt auch die Herausforderungen im interreligiösen Dialog und die aktuelle Arbeit jüdischer Gemeinden hervor. Laut aktuellen Interviews betonen Vertreter jüdischer Organisationen, dass politische Anerkennungen wie diese zwar wichtig sind, aber neben Worten auch mehr Taten zu erwarten seien, insbesondere bei der Sicherung jüdischer Einrichtungen und der finanziellen Förderung kultureller Projekte.

Schlagwort aus diesem Artikel