Der ehemalige Bundeskanzler Olaf Scholz erhält die Leo-Baeck-Medaille als Auszeichnung für seine Unterstützung des jüdischen Lebens und das Eintreten für die Bewahrung deutsch-jüdischer Geschichte. Die feierliche Verleihung findet am 28. April in New York statt, mit dem früheren US-Außenminister Antony Blinken als Laudator – ein Zeichen für die internationale Bedeutung der deutsch-jüdischen Beziehungen. Das Leo-Baeck-Institut ist eines der wichtigsten Archive für mitteleuropäisch-jüdische Geschichte; im Lichte der aktuellen weltweiten Zunahme von Antisemitismus betont die diesjährige Verleihung auch ein Bekenntnis zur aktiven Erinnerungskultur und wird in Medien wie der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT als positives Signal für gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert. Zusätzliche Details nach aktueller Recherche: In zahlreichen Medien wurde in den vergangenen Tagen die Rolle Deutschlands im Umgang mit Antisemitismus erneut kritisiert, unter anderem nach Vorfällen in Berlin und Köln. Die Debatte rund um Scholz’ Auszeichnung hebt auch die Herausforderungen im interreligiösen Dialog und die aktuelle Arbeit jüdischer Gemeinden hervor. Laut aktuellen Interviews betonen Vertreter jüdischer Organisationen, dass politische Anerkennungen wie diese zwar wichtig sind, aber neben Worten auch mehr Taten zu erwarten seien, insbesondere bei der Sicherung jüdischer Einrichtungen und der finanziellen Förderung kultureller Projekte.