Plötzlicher Preissprung im März: Inflation steigt auf 2,7 Prozent

Die Inflation in Deutschland nimmt wieder zu: Im März zeigen die Verbraucherpreise einen deutlichen Sprung. Hintergrund sind unter anderem geopolitische Krisen, wie die anhaltende Konfliktlage im Nahen Osten, die ihre Schatten auch auf deutsche Geldbeutel werfen.

heute 14:23 Uhr | 3 mal gelesen

Im Februar konnte man sich noch ein bisschen entspannen – die Preissteigerung lag da nur bei 1,9 Prozent. Doch jetzt, im März, stehen vielerorts die Stirnen wieder in Falten: Die Teuerung klettert überraschend auf 2,7 Prozent. Besonders der Zuwachs bei den Energiepreisen sticht hervor: Im Vergleich zum Vorjahr zahlen wir hier satte 7,2 Prozent mehr. Der Anstieg ist umso bemerkenswerter, weil es seit Ende 2023 mit den Energiepreisen eher nach unten gegangen war. Eine kleine Verschnaufpause also, die jetzt vorbei scheint. Bei Lebensmitteln fiel der Sprung moderater aus – da spricht das Statistische Bundesamt von 0,9 Prozent. Lebensmittelpreise – ein Dauerthema, das nicht jeden Monat gleich viel Wind macht, aber immer präsent ist. Interessant auch die sogenannte Kerninflation, also die Entwicklung ohne Energie und Nahrungsmittel: Sie stagniert weiterhin bei 2,5 Prozent – ein Wert, der aktuell zum ersten Mal unter der allgemeinen Inflationsrate liegt. Dienstleistungen kosteten ebenfalls mehr, steigerten sich um 3,2 Prozent zum Vorjahr. Wie das alles zusammenpasst? Man könnte meinen, es sei eine Art unaufhörliches Tauziehen: Energie schiebt, Lebensmittel ziehen weniger mit, und unterm Strich bleibt für viele das dumpfe Gefühl, dass der Alltag teurer wird und sich irgendwo das berühmte Ende des Geldes immer früher im Monat einschleicht. Mal ehrlich: Wer rechnet da noch durch, woran es wirklich liegt?

Die Inflationsrate in Deutschland ist im März auf 2,7 Prozent gestiegen, nachdem sie im Februar noch bei 1,9 Prozent lag. Ausschlaggebend dafür war vor allem der erste deutliche Anstieg der Energiepreise seit Monaten, ausgelöst auch durch internationale Krisen und steigende Rohstoffkosten. Auch weltweit sind ähnliche Trends zu beobachten: Laut aktuellem Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) zieht der Preisauftrieb in vielen Euro-Ländern an, während die Kerninflation vielerorts erstmals unter der Gesamtinflation liegt – ein Zeichen für Entspannung bei Waren wie Lebensmitteln, aber weiter bestehende Unsicherheit bei Energie und Dienstleistungen. Fachleute weisen darauf hin, dass die aktuellen Werte – trotz aller zwischenzeitlichen Entspannung – die Kaufkraft belasten und sowohl Verbraucher als auch Unternehmen vor neue Herausforderungen stellen. Zugleich wird von Analysten darauf verwiesen, dass ein „Zickzackkurs“ der Preisentwicklung in Krisenzeiten durchaus typisch ist.

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