Quartalsvortrag: Ist der Panzer noch zu retten? Einblicke von Ralf Raths zur Zukunft der Panzerwaffe

Potsdam – Im Rahmen des ZMSBw-Quartalsvortrags wird am 19. März 2026 Ralf Raths, der Mann hinter dem Deutschen Panzermuseum Munster, dazu befragt, wie oft man der Panzerwaffe in den letzten Jahrzehnten schon das Aus gestellt hat – und ob sich angesichts der Drohnen im Ukrainekrieg diesmal wirklich etwas ändert.

heute 14:59 Uhr | 4 mal gelesen

Immer wieder das Aus?

Es ist schon beinahe Tradition: Alle paar Jahre taucht die Frage auf, ob der Panzer nun endgültig ausgedient hat. Seit über einem Jahrhundert prophezeien Experten, Kommentatoren und Feldherren – in schöner Regelmäßigkeit – das Aus für den Stahlkoloss, zuletzt besonders lautstark angesichts der vielen Drohnen im Ukrainekrieg. Doch: Noch rollen sie, Tag für Tag, durch die Landschaften osteuropäischer Gefechte. Ralf Raths macht in seinem Vortrag einen Streifzug durch Historie und aktuelle Schauplätze: War dieses ständige Totreden der Panzerwaffe eigentlich schon immer so typisch? Und warum eigentlich hält sich diese Skepsis so hartnäckig? Nach dem Aufschlag von Raths folgt ein Dialog mit Dr. Markus Pöhlmann vom ZMSBw, seines Zeichens profunder Kenner des Ersten Weltkriegs und Veteran der Militärgeschichte – moderiert von Prof. Dr. Alaric Searle. Auch wenn die Prognosen düster bleiben, scheint ein wenig Ironie mitzuschwingen: Die Debatte – ebenso langlebig wie das Gerät, um das es geht.

Weitere Informationen dazu finden sich direkt auf der offiziellen Seite des ZMSBw.

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Originalmeldung des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, übermittelt via news aktuell

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Die bevorstehende Veranstaltung im ZMSBw setzt sich fundiert mit der Frage auseinander, ob der klassische Panzer auf modernen Schlachtfeldern – angesichts technologischer Neuerungen wie Drohnen und digitaler Kriegsführung – noch eine Zukunft hat. Ralf Raths bringt die historischen Debatten der letzten 130 Jahre ins Spiel und reflektiert, warum sich die 'Todesanzeige' des Panzers so hartnäckig hält und dennoch bislang nie bewahrheitet hat. Im Diskurs mit Dr. Markus Pöhlmann wird deutlich: Die militärische Bedeutung des Panzers bleibt, trotz aller technischen Innovationen und zwischenzeitlicher Verachtung, umstritten und spannend wie eh und je. Laut aktuellen Medienanalysen gerät der klassische Panzer im Ukrainekrieg tatsächlich stärker unter Druck als je zuvor: Drohnen und Panzerabwehrsysteme führen zu enormen Verlusten, wie etwa die Süddeutsche Zeitung und SPIEGEL aktuell analysieren. Gleichzeitig zeigen neue Videoauswertungen, dass russische und ukrainische Streitkräfte auf beiden Seiten weiterhin auf Panzer setzen – ihre Rolle bleibt damit umstritten, aber keineswegs obsolet. Fachleute wie Raths und Pöhlmann argumentieren, dass sich die Funktion des Panzers in neuen Konflikten eher wandelt, als verschwindet: Flexible Taktiken, bessere Luftabwehr und digitale Vernetzung könnten den 'alten' Panzer in eine neue Ära führen – sofern Militärs bereit sind, sich auf radikale Veränderungen einzulassen.

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