Zugegeben, Radfahren an drei, vier Tagen hintereinander – noch dazu im teils steilen Waldgebiet rund um den Habichtswald – das klingt nicht unbedingt nach einem bloßen Wochenendvergnügen. Aber genau das ist die Idee der hr Radtour: Aktive Menschen unterschiedlichsten Alters auf malerischen Strecken zusammenzubringen. Und abends? Da verwandeln sich Kurparkwiesen, Festplätze und Stadtparks zu Schauplätzen für ausgelassene Livekonzerte. Los geht’s in Bad Wildungen, wo am späten Donnerstagnachmittag zum Einchecken und Plaudern eingeladen wird. Abends dann ein echtes Highlight: Starship legt auf – ja, genau die legendäre Band der 80er. Am nächsten Tag führen die gewundenen Radwege durchs Eder- und Fuldatal bis nach Baunatal, mit einem märchenhaften Zwischenstopp im Gudensberger Park. Die Energie dafür? Liefert abends die Band ClockClock, deren Songs ziemlich sicher für Ohrwürmer sorgen – vor allem nach so viel Pedalumdrehungen. Und dann, als würde man nach einer Aufholjagd den Zielstrich in Sichtweite haben: Ein entspannter Rundkurs durch den Habichtswald, sportlicher Abschluss beim Anstieg zur Wilhelmshöhe. Die letzte Etappe führt quer durchs Waldecker Land und am Edersee vorbei zurück zum Ausgangspunkt. Übernachten kann man spartani...äh, sportlich in einer Turnhalle oder mit etwas mehr Komfort im Hotel – alles ist möglich. Die Teilnahmegebühren liegen – je nach Übernachtungsoption – zwischen 230 und 440 Euro, Einzelbuchungen sind möglich. Das Beste: Der Eintritt zu den Konzerten bleibt frei. Wer Fragen hat, kann der Organisation notfalls auch einfach eine E-Mail schreiben – oder, ganz klassisch, anrufen. Und ja: Musik, Bewegung und gemeinsames Feiern – das kann manchmal mehr verbinden als man denkt.
Die hr Radtour 2026 verbindet sportliche Herausforderung, Entschleunigung in malerischer Landschaft und abendliche Musik-Highlights. Die etablierten Open-Air-Konzerte mit internationalen und deutschen Acts sind kostenlos, während die Streckenprofile jedes Jahr neu begeistern – inklusive knackiger Anstiege und gemeinschaftlichem Übernachten. Neu für 2026 ist die noch größere Auswahl an Etappen, ein angepasstes Sicherheitskonzept (u.a. mit besserer Pannenhilfe und medizinischer Unterstützung) sowie ein Augenmerk auf nachhaltige Mobilität und regionale Kooperationen, wie die Ausweitung umweltfreundlicher Veranstaltungslogistik. Nach Medienberichten ist das Interesse an ähnlichen Rad-Events bundesweit ansteigend; zahlreiche Initiativen, wie etwa die Initiative RadKultur Hessen, fördern das gemeinsame Radfahren auch abseits der hr Radtour und setzen auf mehr Radwegeausbau und sichere Infrastruktur. Außerdem wurde in den letzten Tagen über die Bedeutung solcher Events für lokale Gastronomie und Tourismus diskutiert. Städte wie Bad Wildungen und Baunatal profitieren erwiesenermaßen von den Besuchern – nicht nur finanziell: Kommunen berichten von einem neuen Gemeinschaftsgefühl entlang der Strecke.