Regierungssprecher winkt ab: Kanzlertausch-Gerüchte im Kabinett unerwünscht

Seit Tagen kocht die Gerüchteküche rund um einen möglichen Wechsel im Kanzleramt – doch die Bundesregierung bleibt bei ihrer Linie: Alles Spekulation, kein Kommentar.

heute 12:27 Uhr | 5 mal gelesen

Wieder einmal brachte ein Journalist das Thema auf, und wie schon so oft zuletzt blieb der Sprecher der Bundesregierung lieber vage: 'Das sind Gerüchte und Spekulationen – dazu sage ich nichts', betonte Stefan Kornelius am Freitag auf Nachfrage. Interessant dabei: Er unterstrich, dass Bundeskanzler Friedrich Merz motiviert wirke und – ganz offiziell – aus Sicht der Bundesregierung derlei Diskussionen keine Rolle spielten: 'Reformprozesse sind unserer Fokus, anderes ist nicht relevant.' Ob es nun echte Unterredungen zwischen Merz und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst gegeben habe, wollte Kornelius ebenfalls nicht einordnen. Solche Kontakte gehörten zum Alltag, aber Details? Bleiben unter Verschluss. Von brisanten Zitaten aus dem Kanzler-Umfeld, die zuletzt die Runde machten ('gefährliche Lust am Zündeln'), distanzierte sich Kornelius deutlich. Offiziell laufe alles in den üblichen, parteiinternen Bahnen. Das Unruhige daran: Kaum ein Tag vergeht ohne neue Spekulationen, Wüst stehe schon als Nachfolger bereit, so heißt es aus informierten, aber nie offen auftretenden Kreisen. Bleibt offen, wie lange die Bundesregierung die Gerüchtekette einfach aussitzen kann.

Obwohl die Gerüchte um einen Austausch von Kanzler Merz gegen Hendrik Wüst durch Medien und soziale Netzwerke geistern, hält die Regierung an der Linie fest, sich nicht aus der Reserve locken zu lassen. Kornelius versucht, Ruhe zu vermitteln und die Aufmerksamkeit auf Sachfragen zu lenken, während das politische Berlin weitergrübelt, ob vielleicht tatsächlich mehr hinter dem Flurfunk steckt als nur Zufall. Inzwischen zeigen sich Parteien und Öffentlichkeit unruhig, die Spekulationen erhalten durch den vagen Umgang der Regierung mit dem Thema immer wieder neue Nahrung. Zusätzlich kursieren verschiedene Meinungen bei Medien und Kommentatoren: Manche sehen die Dementis als Versuch, die Koalition zusammenzuhalten, andere vermuten ein gezieltes Abwiegeln, um Zeit zu gewinnen. Kein Wunder, dass so ein Gerücht die politische Aufmerksamkeit wie ein funkelnder Schlüsselbund eine Katze beschäftigen kann – dabei ist nicht einmal klar, ob überhaupt eine Tür aufgeschlossen werden muss.

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