Ehrlich gesagt war schon vor dem Anpfiff klar: Den beiden Teams kann nicht viel passieren. Kolumbien war bereits sicher in der nächsten Runde, Portugal sowieso auch, nur eben nicht als Gruppenerster. Das Spiel zwischen den beiden – mal ehrlich – hatte deswegen ein bisschen was von Schachpartie, aber keiner wollte verlieren. Kolumbien legte los wie die Feuerwehr, Jhon Córdoba hätte fast schon früh die Führung erzielt, aber dann... wieder nichts. Portugal konterte clever, Joao Félix sorgte kurz für Herzklopfen, schoss aber vorbei. Die Abwehrreihen machten dicht – als würden sie auf Nummer sicher spielen.
Nach der Pause drückte Kolumbien noch mehr, Luis Suárez und James Rodríguez versuchten alles, doch Portugals Keeper Diogo Costa hatte einen dieser Tage, an denen er fast unüberwindbar schien. Selbst Cristiano Ronaldo – irgendwie fast immer für ein Tor gut – scheiterte, dieses Mal sogar aus Abseitsposition. Die letzten Minuten? Hektisch, körperbetont, ein Powerplay, in dem ein Tor fast in der Luft lag. Trotzdem: Am Ende blieb es beim 0:0. Wer es genau wissen will: Kolumbien bekommt es jetzt im Achtelfinale mit Ghana zu tun, Portugal muss gegen Kroatien ran.
Und sonst? Nebenan sorgte der Kongo mit einem 3:1-Sieg dafür, dass auch sie als einer der besten Gruppendritten ins Sechzehntelfinale einziehen. Usbekistan hätte sowieso ein kleines Torwunder gebraucht; das ist dann ausgeblieben.
Kolumbien und Portugal lieferten sich zwar ein intensives Gruppenspiel, trennten sich aber am Ende 0:0. Während Kolumbien einmal mehr durch offensive Bemühungen überzeugte, war Portugals Defensive nicht zu knacken, unter anderem dank eines großartigen Diogo Costa. Interessant bleibt: Kolumbien trifft nun als Sieger auf Ghana – das könnte spannend werden, vor allem, weil Ghana zuletzt mit starker Defensive auf sich aufmerksam gemacht hat. International betrachtet lag der Fokus der Berichterstattung auf der überraschenden Ausgeglichenheit im Spiel und der Sicherheit der beiden Favoriten. Aktuelle Analysen betonen außerdem, dass der hohe Einsatz und die Konzentration auf die Defensive symptomatisch für viele Spitzenteams in dieser WM sind. Gleichzeitig bemerkenswert: Der Kongo sicherte sich mit einer starken Leistung gegen Usbekistan das Weiterkommen, wobei besonders die taktische Einstellung der Afrikaner gelobt wurde. Laut internationalen Medien bleibt Cristiano Ronaldo weiterhin unter Erwartung, was den Druck auf ihn vor dem Achtelfinale erhöht.