Rodelweltcup in Winterberg: Showdown der Olympia-Qualifikation und Saisonhalbzeit

Winterberg begrüßt erneut die internationale Rodel-Elite: Wer sichert sich die letzten Tickets für Mailand-Cortina 2026 und wie steht es zur Halbzeit im Weltcup?

07.01.26 10:47 Uhr | 21 mal gelesen

Manchmal liegt in Winterberg schon ein Hauch von Olympia in der Luft – und diesmal ist er so deutlich wie selten zuvor. Nachdem das Sauerland zu Saisonbeginn kurzfristig als Ersatz für Innsbruck-Igls eingesprungen ist, dreht sich beim 5. EBERSPÄCHER Weltcup alles um das Finale der Olympia-Qualifikation und das Erreichen der Saisonhalbzeit. Wer hätte das gedacht? Mehr als hundert Schlitten aus 22 Ländern jagen an diesem Wochenende durch die VELTINS-EisArena, darunter 34 Frauen und 37 Männer im Einsitzer sowie knapp 30 Doppelsitzer-Teams. Die Session endet übrigens mit der vierten von insgesamt sechs Staffel-Wettbewerben – es kann also noch einiges passieren. Olympia vor Augen, Zittern bei den Teams: Die letzten Quotenplätze werden in Winterberg vergeben. Insgesamt 106 Startplätze stellt das IOC bereit, nach fünf Qualifikationsrennen, darunter auch das berühmte Testevent in Cortina, entscheidet sich in Winterberg für viele die Zukunft. Erstaunlich, wie wenig Zeit bleibt – nach dem informierenden Bericht der FIL (die übrigens nicht direkt nominiert, sondern den nationalen Verbänden die Quoten zuteilt), ist für viele Athleten das „Jetzt oder nie“ gekommen. Nicht zu vergessen: Wer in Oberhof Ende Januar vorne landet, hat beste Karten für einen Top-Startplatz bei Olympia. So viel also zum offiziellen Teil. Ein kleines bisschen Nervenkitzel gehört natürlich immer dazu – auch, weil die Startreihenfolge in Cortina über den halben Wettkampf entscheiden kann. Die Weltcupwertungen sind so bunt durchmischt wie selten – bei den Damen führt die stets entspannte Summer Britcher aus den USA das Feld mit 270 Punkten an, dicht gefolgt von Merle Fräbel und Julia Taubitz. Ihre eigene Devise: Spaß haben, auf dem Boden bleiben. Bei den Männern ist Felix Loch mal wieder dominant unterwegs – Sigulda war sein 55. Weltcupsieg, der 36-Jährige will Armin Zöggeler vom Rekord-Thron schubsen. Doch Jonas Müller und Max Langenhan sitzen ihm im Nacken. Im Damen-Doppel sind die Österreicherinnen Egle/Kipp derzeit unschlagbar, bei den Herren sorgen vier verschiedene Paarungen in vier Rennen für ständige Spannung. Wendl/Arlt liegen vorn, aber Bots/Plume und Gatt/Schöpf sind nur einen Hauch entfernt. Interessant: „Sigulda ist nie einfach“, meint etwa Österreichs Cheftrainer Eigentler. Und Lisa Schulte hofft, die Herausforderung des Startecks diesmal zu meistern. Wer zuschauen will, sollte einen Blick auf den Zeitplan werfen: Frauen- und Männer-Einsitzer am Samstag, Doppel und Team-Staffel am Sonntag. Und falls man sich dabei ertappt, wie man am eigenen Puls fühlt – keine Sorge, damit ist man in guter Gesellschaft. Rodeln in Winterberg ist eben nie ganz vorhersehbar.

Der fünfte EBERSPÄCHER Weltcup in Winterberg ist nicht nur für das internationale Starterfeld ein Muss, sondern auch ein nervenaufreibender Abschluss der Olympia-Qualifikation für Mailand-Cortina 2026. Mit 102 Schlitten aus 22 Nationen und den letzten verfügbaren Quotenplätzen zählt jedes Hundertstel, während die großen Namen wie Summer Britcher, Felix Loch sowie die Doppelteams Egle/Kipp und Wendl/Arlt die Weltcupführungen verteidigen. Alles steht im Zeichen des „Do-or-Die“-Moments in Winterberg – zumal der nächste bedeutende Formtest schon Ende Januar in Oberhof ansteht, welcher wiederum maßgeblich über die Startreihenfolge der olympischen Rennen entscheiden wird. Zusätzliche Recherche (Juni 2024): Die letzten Tage zeigten, wie stark das deutsche Rodelteam weiterhin aufgestellt ist, insbesondere im Herren-Einsitzer, wo Felix Loch seine Dominanz ausbaut und große Hoffnungen für Olympia schürt (akt. Medienberichte betonen seine Erfahrung und Konstanz). International kämpfen aber auch die US-Rodlerin Summer Britcher und die österreichischen Doppelteams mit beeindruckender Konstanz um Bestplatzierungen – ihr Fokus liegt laut aktuellen Statements auf mentaler Stärke und Routine in der Saisonvorbereitung. Die Dichte der Konkurrenz ist bemerkenswert: Insbesondere das Aufholen junger Talente aus Lettland und Italien macht die diesjährige Weltcupsaison unberechenbar, was für zusätzliche Spannung beim Quali-Finale und in Richtung Zukunft sorgt.

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