Kaum ein anderer Monat bringt dermaßen viel Wirbel in die Ernährungsgwöhne wie der Veganuary: Beinahe scheint es ein Running Gag zu sein – plötzlich verkauft Joko Winterscheidt vegane Schokolade, am Stadioneingang reicht man veganen Hotdog, Tofu wird knapp und sogar das Umweltbundesamt regt zu Pflanzenmilch-Experimenten an. Da fragt man sich, ob das bloß ein urbaner Trend ist – doch wenn sich Stars wie Bianca Heinicke oder sogar Matthew Modine zu Wort melden, kippt die Sache in etwas, das mehr als bloße Modeerscheinung ist. Fakt ist: Der Veganuary 2026 war omnipräsent – egal ob im Discounter, in der Unimensa, beim Kantinen-Catering, in Influencer-Stories oder schlicht am heimischen Esstisch.
Die Bilanz ist beeindruckend: Über 30 Millionen Menschen weltweit waren kurz- oder mittelfristig Teil dieser Bewegung. Besonders Unternehmen in Deutschland, über 1.000 an der Zahl, nutzen die Gelegenheit für Produktlaunches und Aktionen; einige vermelden gar historische Absatzhöhen. Billie Green spricht von außergewöhnlichen Verkaufszahlen, und selbst im Discountbereich herrschte zeitweise Ebbe im Tofu-Regal. Die gesteigerte Nachfrage ist längst kein Nischenphänomen mehr, sondern deutlich im Umsatz und Angebot spürbar: Rewe, Lidl, Edeka – alle meldeten Engpässe.
Bemerkenswert ist, wie tief diese Entwicklung in die Gastronomie einsickert. Burger King zum Beispiel gibt an, inzwischen jedes fünfte Whopper-Menü vegan zu verkaufen – ehrlich gesagt hätte ich solch eine Zahl vor einiger Zeit noch für übertrieben gehalten. Die Bäckereikette Le Crobag sah sich im Januar zu Rekordverkäufen ihres veganen Specials gezwungen. Und ohnehin steigt das Angebot in Mensen, Kantinen, Cateringfirmen stetig: Die Firma L&D etwa servierte im Veganuary doppelt so viele vegane Gerichte wie noch im Jahresdurchschnitt.
Doch was bringt’s eigentlich? Eine aktuelle EU-Studie legt nahe: Die Wahl unserer Ernährung ist für immerhin 23 Prozent der privaten Treibhausgasbilanz verantwortlich; was Artenvielfalt und Umweltressourcen angeht, liegt der Einfluss solcher Konsumentscheidungen noch viel höher. Christopher Hollmann bringt es auf den Punkt: Es ist nicht allein eine private Wahl, sondern eine gesellschaftliche Gestaltungsfrage – und offenbar sind immer mehr Menschen bereit, sich zumindest auf ein Experiment einzulassen.
Veganuary ist heute längst global – die einstige Idee aus Yorkshire hat sich zum internationalen Dauerbrenner entwickelt. Wer will, findet umfangreiche Unterstützung auf veganuary.com/de – von Rezepttipps bis Motivation. Umfragen zeigen: Die Initiative bewegt tatsächlich viele, und das nicht nur kurzfristig. Irgendwie macht das Hoffnung – und vielleicht reicht die Bewegung demnächst auch bis in die Köpfe derer, die bisher nur zuschauen.
Der Veganuary 2026 hat gezeigt, wie stark der Trend zu pflanzenbasierter Ernährung an Fahrt aufnimmt. Über 30 Millionen Menschen weltweit haben laut Umfragen an der Aktion teilgenommen. Unternehmen und Supermärkte berichten von massiver Nachfrage: Besonders in Deutschland beteiligten sich mehr als 1.000 Unternehmen mit neuen veganen Produkten und Aktionen, was nicht nur Umsatzrekorde, sondern auch leere Regale zur Folge hatte. Gastronomieketten berichten von deutlich mehr veganen Bestellungen; Burger King verkauft mittlerweile jedes fünfte Whopper-Menü vegan. Die Food-Service-Branche nennt Veganuary einen entscheidenden Anstoß für die langfristige Verankerung pflanzlicher Angebote im Alltag. Laut aktuellen Studien hat die Ernährung großen Einfluss auf Umwelt und Klima, weshalb Initiativen wie der Veganuary eine zunehmend wichtige Rolle beim gesellschaftlichen Wandel spielen. Neuere Medienberichte beleuchten zudem, dass jüngere Zielgruppen (vor allem unter 40) besonders empfänglich für pflanzliche Ernährung sind, wobei viele nach dem Januar zumindest teilweise dabei bleiben. Zeitgleich warnen Agrarverbände und einige konservative Kommentatoren, der Trend setze Landwirte unter Druck – die Diskussion um nachhaltige Landwirtschaft und Fördermodelle ist daher aktueller denn je.